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Eitorf: Erfolgloser Einbrecher vor Gericht

Mutmaßlicher Täter aus Eitorf : Erfolgloser Einbrecher vor Gericht

Ein 28-jähriger Mann aus Eitorf muss sich demnächst wegen Wohnungseinbruchdiebstahls vor dem Bonner Landgericht verantworten. Drei der sieben angeklagten Taten scheiterten allerdings gleich zu Beginn.

Vor dem Bonner Landgericht muss sich demnächst ein eher erfolgloser, mutmaßlicher Einbrecher verantworten: Dem 28-Jährigen wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen in insgesamt sieben Eitorfer Häuser beziehungsweise Wohnungen eingestiegen zu sein und dort mehrere Pedelecs, einen E-Scooter sowie einen Tablet-Computer und Bargeld entwendet zu haben. Den Wert des Diebesgutes beziffern die Ankläger auf knapp 7.000 Euro. In immerhin drei der durchweg abends oder nachts in Angriff genommenen Einbrüche wurde der Mann allerdings auf frischer Tat ertappt und musste unverrichteter Dinge den Tatort wieder verlassen. Einen seiner Misserfolge musste der verhinderte Dieb in einem Eitorfer Seniorenheim hinnehmen: Der betagten Wohnungsinhaberin gelang es, den Eindringling mit der Drohung die Polizei zu rufen, zum Rückzug zu bewegen.

Offenbar versuchte der vielfach und teilweise auch einschlägig vorbestrafte Angeklagte mit den Einbrüchen seine Drogensucht zu finanzieren. Doch gleich die erste Tat der siebenteiligen Serie scheiterte. Am 14. Juli vergangenen Jahres soll der Angeklagte das Fenster der Kellertüre eines Eitorfer Einfamilienhauses mit einem Stein eingeworfen haben. Durch den Lärm rief der Mann aber die Hausherrin auf den Plan und als dem Einbrecher klar wurde, dass er entdeckt worden war, trat er sofort den Rückzug an.

Bei seiner zweiten Tat am 29. Juli ging er die Sache daher geräuschloser an und nutzte das auf kipp stehende Kellerfenster eines anderen Eitorfer Eigenheims, um sich dieses Mal lautlos Zutritt zu verschaffen. So gelang es ihm eine Geldbörse mit 180 Euro Bargeld sowie ein nicht abgeschlossenes Pedelec im Wert von rund 3.500 Euro zu entwenden. Nur wenige Tage später drang er zwar durch ein ebenfalls offenstehendes Fensters erneut lautlos in eine Wohnung ein. Allerdings kam dem Einbrecher auch hier der Hausherr in die Quere und so endete der Einbruch auch in diesem Fall mit einer abrupt angetretenen Flucht.

Anfang September soll dem Angeklagten dann erneut ein Zweiraddiebstahl gelungen sein: Mit zwei Mittätern, von denen einer bis heute unbekannt geblieben ist, stahl er ein Damen- und ein Herrrenpedelec sowie einen Elektroroller im Wert von zusammen gut 3000 Euro aus dem Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses. Es folgte der eingangs erwähnte nächtliche Einstieg in das Altenheim: Nachdem er dort auf frischer Tat von der Seniorin erwischt worden war, versuchte er sich zunächst noch als Mitarbeiter der Einrichtung auszugeben. Die Bewohnerin roch allerdings offenbar schnell Lunte und drohte dem Unbekannten erfolgreich mit der Polizei.

An den letzten Sommertagen folgen dann Einbruch Nummer sechs und sieben: Im vorletzten Fall scheiterte der Einbruch erneut, dieses Mal hatte ein Bewegungsmelder die Hausbesitzer auf den Eindringling aufmerksam gemacht. Und an der Beute seines letzten Einbruchs, einem Tablet-Computer, den er von einer Terrasse entwendete, hatte der Einbrecher auch nicht lange Freude. Die Polizei war dem nicht ganz Unbekannten nämlich dank der reichlich hinterlassenen DNA-Spuren relativ schnell auf die Schliche gekommen.