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Phantasialand: Erweiterung stößt nicht generell auf Ablehnung

Phantasialand : Erweiterung stößt nicht generell auf Ablehnung

In dem neuen Erweiterungskonzept des Phantasialands sehen die Brühler Interessengruppen zumindest einige positive Aspekte. "Über die Pläne kann man sprechen", sagt Michael Müller vom Brühler Anwohnerverein "bovivo".

Doris Linzmeier von der Initiative "50tausend Bäume" findet es "erfreulich, dass keine großen Attraktionen von 60 Meter Höhe gebaut werden sollen".

Wie berichtet, plant das Phantasialand auf 19 Hektar ein Aquapark-Hotelresort mit mehreren Hotels und Betten für 3000 bis 4000 Gäste, eine Theater- und Konzerthalle, ein Edutainment-Center, Parkplätze, Grünflächen, eine Mitarbeiter-Kita sowie Lagerhallen. Dafür will das Unternehmen rund 100 Millionen Euro investieren, die Bauzeit soll zwei bis drei Jahre betragen.

Der Freizeitpark akzeptiert damit einen Kompromissvorschlag der Bezirksregierung Köln und eine um elf Hektar kleinere Ausdehnung als angedacht. Außerdem erklärte Park-Direktor Ralf-Richard Kenter, dass dies die letzte Erweiterung des Phantasialands sein werde.

Auch die Konflikte mit den Anwohnern habe man bei der Planung berücksichtigt: "Viel wird überdacht sein, und es gibt eine Abschirmung in Richtung Wohnbebauung." Zudem wolle man für die Kleingärtner, die auf dem Areal der geplanten Osterweiterung ihren Verein haben, Alternativen schaffen.

Sorgen machen sich Müller und Linzmeier um den Verkehr. Das könne problematisch werden, glaubt Müller. Er hätte sich eine bessere Lösung für Parkplätze und Zufahrt vorgestellt. Linzmeier bedauert, dass das Naturschutzgebiet Ententeich zugeschüttet werde, aber aus unternehmerischer Sicht könne sie das nachvollziehen. In Sachen Lärmschutz hat sie Bedenken, "wie viel Lärm von einer 6000 Personen fassenden Konzerthalle ausgeht".