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Wohnraumplanung im Rhein-Sieg-Kreis: Gleß: Es ist höchste Zeit zu reagieren

Wohnraumplanung im Rhein-Sieg-Kreis : Gleß: Es ist höchste Zeit zu reagieren

Der Bedarf an weiterem Wohnraum ist auch in den anderen Kommunen des Kreises groß. Troisdorf, die größte Stadt des Kreises, geht etwa bis 2030 von einem Gesamtwohnbedarf von 50 Hektar (ha) aus.

Hinzu kommen laut Sprecherin Bettina Plugge rund zehn weitere Hektar, die für Flüchtlinge benötigt werden. Derzeit leben rund 77 000 Menschen in der Stadt. Von diesen 50 Hektar könnten etwa 18 über bestehende Baulücken, verdichteten Neubau sowie die Erschließung von unbebauten Restflächen gewonnen werden, so Plugge. 25 Hektar sieht der neue Flächennutzungsplan vor, der kurz vor dem Abschluss steht.

Die Kreisstadt Siegburg ist mit einer Fläche von 23 Quadratkilometern die kleinste Kommune im Kreis. Entsprechend sind die Möglichkeiten des Wachstums begrenzt. Bürgermeister Franz Huhn: „Siegburg hat unter Beibehaltung der bestehenden Siedlungsstrukturen kaum Entwicklungsflächen. Zwischen Heide und Braschoß gibt es südlich der B 56 Flächen, die im Flächennutzungsplan als Wohnbauflächen dargestellt sind. Deren Verfügbarkeit kann in der nächsten Zeit geprüft werden.“

In Sankt Augustin gibt es zwei klassische mögliche Neubaugebiete: Menden-Ost (7,5 Hektar) und „Am Kirchenberg“ in Niederpleis (4 Hektar). Zunächst sollen aber die übers Stadtgebiet verteilten kleineren Parzellen nachverdichtet werden – etwa die Klöckner-Mannstaedt-Siedlung in Menden. Sie machen insgesamt 18 Hektar aus. Der Technische Beigeordnete Rainer Gleß sagte: „Wenn wir nichts tun, werden wir bald eine deutlich spürbarere Wohnungsnot haben. Es ist höchste Zeit zu reagieren.“

Zehn Hektar Bauland sind derzeit in Niederkassel in der Umsetzung, teilt der Erste Beigeordnete Helmut Esch mit. Sie liegen etwa in Rheidt, in Niederkassel-Ort und in Lülsdorf.