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Falsche Polizistin in Eitorf: Betrüger entlocken mit Lügengeschichte mehr als 30.000 Euro von Ehepaar

Falsche Polizistin in Eitorf : Betrüger entlocken mit Lügengeschichte mehr als 30.000 Euro von Ehepaar

Mit einer Lügengeschichte haben Betrüger einem Ehepaar aus Eitorf mehr als 30.000 Euro abgenommen. Eine falsche Polizistin erzählte ihnen von einem tödlichen Unfall, in der ihre Tochter involviert gewesen sein soll.

Eine falsche Polizistin kontaktierte per Anruf ein 81 Jahre und 82 Jahre altes Ehepaar aus Eitorf am Donnerstag. Dabei erfuhr das Paar, dass ihre Tochter angeblich einen Autounfall verursacht hat und sich für den Tod eines Menschen verantworten muss. Aktuell würde die Tochter in einer Zelle sitzen.

Die Senioren reagierten geschockt. Mithilfe einer Zahlung von Kaution könnte der Tochter aber geholfen werden, erklärte die Tatverdächtige am Telefon. Daraufhin ließ sich die falsche Polizistin die Mobilfunknummer des Ehepaares geben und rief wenige Augenblicke später auf dem Handy an.

Im Gespräch wurde die ältere Dame weiter unter Druck gesetzt. Die falsche Polizistin drohte mit einer hohen Gefängnisstrafe wegen fahrlässiger Tötung. Das überzeugte die Seniorin derart, dass der Ehemann zu seiner Bank ging und mehr als 30.000 Euro abhob. Das Handy mit dem laufenden Telefonat hatte der Mann die ganze Zeit in der Tasche und wurde nach der Geldabhebung in die Frankfurter Straße nach Hennef zitiert. Dort sollte ein Angehöriger des vermeintlich getöteten Unfallopfers das Geld bekommen. Jeder Kontakt mit dem Angehörigen am Unfallort wurde dem Senior untersagt. Die Hinterbliebenen hätten genug Leid erfahren, sagte die falsche Polizistin.

Erst nach der Geldübergabe gegen 13 Uhr kam es zum Kontakt zwischen der 51-jährigen Tochter und ihren Eltern, bei dem der Schwindel aufflog.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen der Geldübergabe in der Frankfurter Straße in Hennef. Der angebliche Familienangehörige wird auf rund 30 Jahre und 1,70 Meter geschätzt. Der Mann war unauffällig gekleidet, hatte eine Glatze und trug eine schwarze Mund-/Nasenbedeckung. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02241/5413521 entgegen.

(ga)