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Hennefer Autor vollendet Trilogie: Eine Dystopie geht in die dritte Runde

Hennefer Autor vollendet Trilogie : Eine Dystopie geht in die dritte Runde

Autobahnpolizist Michael Spitzer schreibt nach seiner Arbeit Science-Fiction-Romane. Mit dem Band „Die Botin“ vollendet der Hennefer jetzt seine „Die letzte Melderin“-Trilogie.

Michael Spitzer sitzt entspannt vor einem Hennefer Kaffee und freut sich. „Am 8. Oktober erscheint der Abschluss meiner Melderin-Trilogie“, sagt der Hennefer Autor. Mit „Die Botin“, an dem er fünf Monate geschrieben hat, schließt Spitzer den Kreis rund um seine Protagonistin Danielle Berg. „Sie wird überleben, mehr verrate ich aber noch nicht“, sagt Spitzer, der sich dem Genre „Urban Fantasy“ verschrieben hat.

Ein Rückblick: Im ersten Band „Die Nachfolge“ ist eine von der Außenwelt abgesonderte Siedlung mit rund 40 000 Einwohnern im Europa des späten 23. und frühen 24. Jahrhunderts Ort der Handlung. Dort scheint alles in Ordnung zu sein, aber die geschützte Siedlung, die nach mehreren verheerenden Kriegen ein letztes Refugium scheint, birgt Gefahren und Geheimnisse. Danielle Berg, genannt Dan, kommt mit 17 Jahren dort in die Ausbildung. In einer Stadt, in der die Bevölkerung zu großen Teilen blond und blauäugig ist und dieses Erscheinungsbild als ideal gilt, ist sie mit ihren dunklen Haaren eine Außenseiterin. Gregor, ihr Ausbilder und Mitglied des Rates, weist sie immer tiefer in die Abgründe der Gesellschaft ein. Als er Dan in Kontakt mit der Untergrundorganisation „Die geöffneten Hände“ bringt, stellt sich ihr Leben komplett auf den Kopf.

Im zweiten Teil „Die Melderin“ beschreibt Spitzer Danielles Aufenthalt außerhalb der Siedlung, aus der sie am Ende des ersten Teil fliehen konnte. Danielle findet heraus, dass die Drahtzieher der Ereignisse in der Siedlung hier draußen zu suchen sind. Im dritten und letzten Teil, der den Titel „Die Botin“ trägt, ist Dan durch ein Kraftfeld von ihrer Heimat abgeschnitten. Als das Kraftfeld fällt, erkennt sie bei ihrer Rückkehr, dass in ihrer Heimat mittlerweile ein Bürgerkrieg tobt. Auf der Suche nach Hilfe versucht Dan nun einen Krieg zu verhindern, der den gesamten Kontinent unbewohnbar machen würde.

Vor sechs Jahren des Schreiben für sich entdeckt

Auch der neue Band verspricht auf 468 Seiten ein Eintauchen in eine dystopische Welt in ferner Zukunft. Das Autorendasein war für Spitzer übrigens nicht unbedingt vorbestimmt. 1971 in Köln geboren begann er nach seinem Abitur 1990 zunächst bei der Polizei eine Ausbildung, die er 1993 erfolgreich abschloss. Seit 2010 lebt der Polizeihauptkommissar mit seiner Familie in Hennef, seit zwei Jahren ist er für die Autobahnpolizei in Sankt Augustin tätig. Vor sechs Jahren entdeckte er während einer stressigen beruflichen Phase das Schreiben als ausgleichendes Hobby. Der Kontakt zu einem Verlag ermöglichte es ihm, mit „Die Nachfolge“ und „Die Melderin“ bereits zwei Bände dieser Reihe zu veröffentlichen.

Das war der Beginn der Trilogie, die er nun mit „Die Botin“ abschließt. Seine Bücher entstehen seit 2015 in einer kleinen Ecke unter der Treppe in seinem Hennefer Haus. Spitzer schreibt zumeist nachts, wenn alles still ist, die Familie schläft und er nach seinem Spätdienst bei der Polizei kreativ wird. Beim Schreiben setzt er sich meist Kopfhörer auf, um seine Lieblingsmusik von Ellie Goulding oder Depeche Mode zu hören. Neue Bücher sind laut Spitzer bereits in Arbeit.

„Die Botin“ erscheint im Hybrid-Verlag und ist zum Preis von 15,90 Euro im Buchhandel erhältlich.