1. Region
  2. Sieg & Rhein
  3. Hennef

Platz für neue Büros: Grünes Licht für Anbau an Hennefer Stadtbetriebe

Platz für neue Büros : Grünes Licht für Anbau an Hennefer Stadtbetriebe

Das Hennefer Rathaus platzt aus allen Nähten. Ein Anbau an das Verwaltungsgebäude der Stadtbetriebe soll Abhilfe schaffen. Der Bauausschuss stimmte am Donnerstag für das Projekt.

Keine Neuverschuldung und kein Anstieg der Abwassergebühren: Das sind die Botschaften, die Klaus Barth von den Hennefer Stadtbetrieben für den Bauausschuss am Donnerstag im Zusammenhang mit dem geplanten Anbau an das Verwaltungsgebäude der Stadtbetriebe in der Siegaue parat hatte. Vorangegangen war eine lange Diskussion, ob der Plan, mit dem die Verwaltung dem akuten Platzproblem im Rathaus entgegenwirken will, die Ideallösung ist. Am Ende stimmte der Ausschuss mit Gegenstimmen von den Unabhängigen und einer Enthaltung der Linken für das Projekt.

Das Platzangebot für die rund 270 im Rathaus tätigen Mitarbeiter reicht nicht mehr aus. Da im Zuge des Bevölkerungszuwachses in Hennef auch die Aufgaben und die Anzahl der Mitarbeiter stetig angestiegen waren, galt es für die Stadt, nach Lösungen zu suchen. Nachdem sowohl eine Aufstockung als auch ein Anbau an das Rathaus aus bautechnischen Gründen verworfen wurden und auch eine Anmietung nicht infrage kam, entwickelten die Stadtbetriebe die Idee, ein neues Gebäude an das vorhandene Verwaltungsgebäude anzubauen.

Diplomingenieur Kai Jensen präsentierte seine bisherigen Pläne für den Anbau, der rund 3,8 Millionen Euro kosten und auf 1070 Quadratmetern Nutzfläche Platz für rund 26 Büros bieten soll, die im Erdgeschoss und auf der ersten Etage eingerichtet werden können. Neben der Möglichkeit einer Aufstockung des Gebäudes wird der Keller so geplant, dass bei Bedarf dort Souterrainbüros eingerichtet werden können. Ein neues Heizungssystem soll gleich drei Gebäude inklusive dem Neubau mit Wärme versorgen. Ausreichend Stellplätze für Pkw und Fahrräder seien ebenfalls eingeplant.

Klaus Barth sieht in dieser Lösung auch Synergieeffekte für die Verwaltungsarbeit. „Wir könnten hier das Tief- und Hochbauamt zusammenlegen und so ein Technisches Rathaus schaffen“, sagte Barth. Zudem würde der Anbau, der keinerlei Flächen für eine mögliche Erweiterung des Klärwerks benötigt, dafür sorgen, dass im Rathaus 15 Büros frei würden.

Zwar tat sich die SPD zunächst schwer, dem Vorhaben ihre Zustimmung zu geben, da nicht klar sei, ob die Anmietung eines Gebäudes nicht die bessere Lösung ist. Die Grünen bemängelten, dass die Kosten für Heizung und Einrichtung noch nicht aufgeführt seien.

Am Ende waren es aber nur die Unabhängigen, die dagegen stimmten, weil ihnen bei den Kosten die Vergleichsmöglichkeiten zu den verworfenen Varianten fehlten.