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Heimatverein und ADFC fordern den Ausbau des Geh- und Radwegs an der B8

Verkehr in Hennef : Gefährliche Lücke im Radweg an der B 8

Heimatverein Eichholz und ADFC Hennef fordern mit Bannern den Ausbau des Geh- und Radwegs an der Bundesstraße 8. Es kam an der Stelle bereits zu Unfällen.

Im Minutentakt rauschen die Lkw über die B 8 an der Ortschaft Buchheide vorbei. „Für Fußgänger und Radler ist das hier lebensgefährlich“, sagte Silvia Binot, Vorsitzende des Heimatvereins Eichholz. Um auf die prekäre Situation zwischen Wasserheß und der Landesgrenze aufmerksam zu machen, startete der Heimatverein gemeinsam mit der Hennefer Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) bereits im Dezember eine Online-Petition.

Sie fordern, die gefährliche Lücke über insgesamt 1,7 Kilometer entlang der B 8 vom Ende des Uckerather Radwegs in Wasserheß bis zur Landesgrenze bei Eichholz mit einem 2,5 Meter breiten Geh-und Radweg mit Trennstreifen zur B 8 auszubauen. Zudem sollen am Anfang und Ende des Lückenschlusses Lichtsignalanlagen für Fußgänger installiert und in Buchheide eine Mittelinsel als Querungshilfe aufgrund der gegenüberliegenden Bushaltestelle gebaut werden.

„670 Unterschriften haben wir bereits gesammelt“, sagte Sigurd van Riesen, Ortsgruppensprecher des Hennefer ADFC. Um den Forderungen noch einmal Nachdruck zu verleihen, hängen nun auf Höhe des Industriegebiets Mendt auf rheinland-pfälzischer Seite, aber auch im Ortskern von Uckerath neue Banner, für die Silvia Binot verantwortlich zeichnet. „Für das Anbringen der drei Banner im Uckerather Ortskern haben wir recht schnell die Erlaubnis der Stadt Hennef erhalten. Das Anbringen des Banners in Mendt hat Konrad Peuling, Ortsbürgermeister von Buchholz, genehmigt“, berichtete sie. Direkt an der B 8 sei es allerdings nicht erlaubt gewesen, ein solches Banner aufzustellen. „Das verbietet das Landesstraßengesetz“, sagte van Riesen und betonte, dass dringend etwas passieren müsse. „Täglich rauschen hier rund 10 000 Fahrzeuge, davon mehr als 800 Laster, in nur einem Meter Abstand an Fußgängern und Radlern vorbei. Die Strecke hat bereits den Beinamen ‚Highway to hell’ erhalten“, so van Riesen.

Die Ortschaft Buchheide ist für den ADFC-Ortsgruppensprecher mittlerweile so etwas wie eine Autobahnraststätte. 25 Jahre alt ist die Forderung nach einem Geh- und Radweg an dieser Stelle. Getan hat sich bisher nichts. Dafür werden die Gefahren an der B 8 in Höhe der Ortschaft Buchholz um so deutlicher. Bereits 2014 gab es dort einen Unfall mit einem schwer verletzten Kind, das laut Binot immer noch unter den Folgen leidet. Im Dezember 2020 wurde ein Radfahrer auf dem Weg nach Buchheide angefahren. Der Fahrer beging Unfallflucht. „Das alles macht deutlich, wie gefährlich diese Stelle an der B 8 ist“, sagte van Riesen. „Mit dem Rad kommt man kaum aus der Ortschaft heraus und muss Umwege nehmen“, erzählte Marvin Röttgen, der seit fünf Jahren in Buchheide wohnt.

Die Stadt Hennef unterstützt die Forderung nach dem Rad- und Gehweg, erwartet allerdings vom Landesbetrieb Straßen NRW eine konkrete Planung. Der Vorentwurf für die Realisierbarkeit des Radwegs sei laut Straßen-NRW-Sprecher Sebastian Bauer bereits auditiert und mit den zuständigen Behörden des Landes Rheinland-Pfalz abgestimmt. „Aufgrund des nicht unerheblichen Grunderwerbs von insgesamt 37 Flurstücken bei einer Gesamtgröße von etwa 8600 Quadratmetern kann zum Zeitpunkt der Realisierung derzeit noch keine Aussage getroffen werden“, sagte Bauer bereits im Dezember. „Die meisten Eigentümer würden ihre Grundstücke dafür abgeben“, sagte Binot.

Die Petition des ADFC und des Heimatvereins Eichholz kann bis zum 2. März unter www.openpetition.de/!ryyvf unterstützt werden. Ende März sollen die gesammelten Unterschriften dem Petitionsausschuss des Landtags übergeben werden. Weitere Infos gibt es unter www.heimatverein-eichholz.de.