Riesige Cannabisplantage in Hennef Geschäftsmann wegen Beihilfe zum Drogenhandel verurteilt

Hennef/Bonn · Die riesige Cannabisplantage in Hennef war vor drei Jahren aufgeflogen. Nach einer langen Fahndung wurde der 32-jährige Angeklagte im Frühjahr festgenommen und musste sich jetzt vor dem Bonner Gericht verantworten.

Diese Cannabisplantage entdeckten Ermittler der Kreispolizeibehörde vor drei Jahren in Hennef.

Diese Cannabisplantage entdeckten Ermittler der Kreispolizeibehörde vor drei Jahren in Hennef.

Foto: Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis

150 Hochleistungsleuchten hingen von der Decke, es gab eine vollautomatische Bewässerung, und für das richtige Klima sorgte eine professionelle Belüftungsanlage: Die Cannabisplantage, die Drogenfahnder am 2. Dezember 2019 in einer Lagerhalle im Hennefer Gewerbegebiet an der Reisertstraße entdeckten, war auf maximale Erträge ausgerichtet. An diesem Freitagmittag wurde nun der Mann, der die Immobilie im September 2017 angemietet hatte, zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Der belgisch-italienische Geschäftsmann wurde allerdings nur wegen Beihilfe zum Drogenhandel verurteilt. Dass sich der im flämischen Genk geborene Sohn einer belgischen Mutter und eines italienischen Vaters selbst um den Anbau oder die Vermarktung des illegalen Endproduktes gekümmert hat, konnte die zuständige 7. Große Strafkammer am Bonner Landgericht nämlich nicht feststellen.