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Hennef: Investor plant 66 neue Wohnungen für den Norden

Investor plant 20 Millionen-Projekt : 66 neue Wohnungen für den Hennefer Norden

Die Hennefer Politik ist sich einig und gibt grünes Licht für das geplante Bauprojekt im Hennefer Norden. Das sieht auf insgesamt 6150 Quadratmeter Wohnfläche auch mindestens 22 öffentlich geförderte Wohneinheiten vor.

Insgesamt 66 neue Wohnungen, davon 22 öffentlich geförderte Wohneinheiten, sollen am Nordrand Hennefs gebaut werden. Dadurch entstehen auf einem 7200 Quadratmeter großen Grundstück, das zwischen der A560, der Kaiserstraße und der verlängerten Dickstraße liegt, insgesamt 6150 Quadratmeter Wohnfläche. „Hiervon sind insgesamt 1700 Quadratmeter für den geförderten Wohnraum vorgesehen“, sagte Clemens Wirtz, der rund 20 Millionen Euro in das Projekt investiert. Architekt Heinz Hennes präsentierte das städtebauliche Konzept dem Ausschuss für Stadtplanung und Wohnen – und fand dafür in Gänze Zustimmung.

Die Anzahl der geplanten, geförderten Wohnungen könnte sich laut Investor Clemens Wirtz, je nach Bedarfsermittlung für Wohnungsgrößen durch die Stadt Hennef, noch erhöhen. „Das betrifft allerdings nicht die Quadratmetergesamtfläche“, sagte er. Nach den bisherigen Plänen sollen auf dem trapezförmigen Grundstück drei Baukörper in zweigeschossiger Bauweise entstehen. Die Dächer sollen extensiv begrünt werden. „Mit einer geplanten Gesamthöhe von 9,80 Metern liegen wir tiefer als die bereits vorhandenen Gebäude an der Dickstraße“ sagte Hennes. Um noch mehr Wohnraum zu schaffen, wäre eine dreigeschossige Bauweise laut dem Architekten zwar grundsätzlich möglich, würde allerdings zu Verschattungen führen. Zudem müssten mehr Stellplätze eingeplant werden, und auch der Schallschutz für die Autobahn wäre laut Planungsamtsleiterin Gertraud Wittmer bei einem weiteren Geschoss nicht mehr gewährleistet.

Schallschutzgutachten soll erstellt werden

Die Verkehrsbelastung auf Kaiser- und Dickstraße stufen die Planer als gering ein. Verkehrslärm könnte allerdings von der A560 ausgehen. Zwar besteht bereits aktiver Schallschutz durch einen vorhandenen Lärmschutzwall, dennoch soll für das Verfahren ein Schallschutzgutachten erstellt werden. Da auch eine Belästigung durch Fluglärm nicht ausgeschlossen werden kann, sieht das städtebauliche Konzept die Möglichkeit von Schallschutzfenstern vor.

Gebaut werden soll barrierefrei für alle Generationen, von jung bis alt. Beheizt wird laut Architekt Heinz Hennes energieeffizient mittels Geothermie. Zudem sind moderne Wohnraumlüftungssysteme geplant. Pro Wohnung sind insgesamt 1,5 Stellplätze vorgesehen, die sich für die frei finanzierten Wohnungen auf zwei Tiefgaragen verteilen. Für den geförderten Wohnungsbau sollen oberirdisch 33 Stellplätze für insgesamt 22 Wohnungen entstehen. Zusätzlich sind 20 Besucherparkplätze im gesamten Gebiet geplant. Spielflächen für Kinder können laut des Planers in große Grün- und Freiflächen integriert werden. Für die Müllentsorgung sind moderne Unterflursysteme vorgesehen.

Die Straße ist als Mischverkehrsfläche mit abgegrenztem Fuß-und Radwegebereich geplant und in der Breite derzeit auf einen Begegnungsverkehr ausgerichtet, wobei auch eine Einbahnstraßenregelung angedacht werden kann. „Wenn alles gut läuft, kann ab Mitte 2022 gebaut werden“, sagte Hennes.