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Hennef: Mann mietete Lagerhalle in Hennef zum Drogenanbau an - Fahndung

Fahndung der Polizei : Mann mietete Lagerhalle in Hennef zum Drogenanbau an

Nach dem Fund einer riesigen Cannabis-Plantage in einer Lagerhalle in Hennef sucht die Polizei nun öffentlich nach dem Mann, der die Halle angemietet hatte. Der Verdächtige soll zudem weitere Lagerhallen zum Drogenanbau angemietet haben.

Im November 2019 entdeckte die Polizei im Hennefer Gewerbegebiet eine riesige Cannabis-Plantage, nun suchen die Ermittler mit einem Fahndungsfoto nach einem Verdächtigen. Der Mann soll die Lagerhalle angemietet haben, um dort die Drogen anzubauen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Die Beamten entdeckten vor knapp eineinhalb Jahren die Drogen-Plantage in einer Lagerhalle, knapp 2700 Pflanzen standen dort in Voller Blüte. Die Betreiber traf die Polizei jedoch nicht an. Die Beamten bauten die Pflanzen ab und vernichteten sie.

Bei den Ermittlungen kam die Polizei schließlich auf die Spur des Mannes, der die Halle angemietet hatte. Beim Mietabschluss hatte er sich mit einem offensichtlich gefälschten italienischen Pass auf den Namen Paltrinieri ausgewiesen. Die Lagerräume wurden unter dem Vorwand angemietet, dort hochwertige Fliesen lagern zu wollen.

Der Mann soll zudem weitere Lagerhallen im Großraum NRW zum Drogenanbau angemietet haben. Dazu hatte er sich als Bevollmächtigter rumänischer Speditionen ausgegeben und die Lagerflächen für hochwertige Fliesen gemietet. Die Polizei befürchtet, dass der Mann aktuell weitere Lagerhallen mit den falschen Personalien angemietet hat und dort Cannabis-Plantagen unterhält. Möglicherweise hält sich der Beschuldigte derzeit in den Niederlanden auf.

Hennef: Mann mietete Lagerhalle in Hennef zum Drogenanbau an - Fahndung
Foto: Polizei

Der Verdächtigen konnte bislang nicht ergriffen werden. Aufgrund eines richterlichen Beschlusses fahndet die Polizei nun mit einem Foto aus einem gefälschten Pass nach dem Mann. Hinweise zur Person, zum Aufenthaltsort oder zu möglichen Kontaktpersonen nehmen die Ermittler unter der Rufnummer 02241/541-3521 entgegen.

(ga)