Nach dem Starkregen 2021 Neue Brücke über dem Rosentaler Bach in Hennef

Hennef · Vor gut drei Jahren flutete ein Starkregen in einigen Ortsteilen in Hennef nicht nur Keller und Garagen, er spülte auch die Brücke über dem Rosentaler Bach in Lanzenbach weg. Jetzt wurde dort eine neue Brücke eingeweiht.

 Einweihung der neuen Brücke über den Rosentaler Bach in Hennef-Lanzenbach: Bürgermeister Mario Dahm mit Kindern.

Einweihung der neuen Brücke über den Rosentaler Bach in Hennef-Lanzenbach: Bürgermeister Mario Dahm mit Kindern.

Foto: Ingo Eisner

Es ist fast auf den Tag genau drei Jahre her, aber die Hennefer haben den Abend des 4. Juni 2021 noch in lebhafter Erinnerung. Über die Siegstadt ergoss sich ein Starkregen. Besonders heftig traf er Edgoven, Teile von Geistingen und besonders Lanzenbach. Schlamm- und Wassermassen verursachten damals in Lanzenbach an etlichen Häusern immense Schäden. Kellerräume und Garagen wurden geflutet, Autos an Hauswände gespült, Mobiliar und Heizungen zerstört. Ein Krater im Boden des Campingplatzes neben der Gaststätte „Em Wingert“ war damals ein stummer Zeuge dessen, was die Kraft solcher Wassermassen anrichten kann. Auch die Fußgängerbrücke in Lanzenbach wurde 2021 ein Opfer der Fluten. Mittlerweile erinnert in Lanzenbach nichts mehr an die Naturkatastrophe, und jetzt gibt es auch wieder eine neue Brücke über den Rosentaler Bach. Bürgermeister Mario Dahm weihte sie gemeinsam mit der Bürgergemeinschaft Lanzenbach bei einem Fest ein.

„Die neue Brücke verbindet einen Teil des Dorfes auf sicherem Wege mit dem Spielplatz. Deshalb war der Neubau gerade für die Familien und Kinder in Lanzenbach wichtig“, so Dahm. „Ich danke der Bürgergemeinschaft Lanzenbach, die für ein Provisorium bis zur Fertigstellung der neuen Brücke gesorgt hat“, fügte der Bürgermeister hinzu. Die Bürgergemeinschaft hatte im Februar 2022 als Interimslösung mit Hilfe von Spenden und eigenen Mitteln eine Brücke aus angemieteten Gerüstteilen bauen lassen. Sie diente als Provisorium, um den Ortskern mit dem Spielplatz zu verbinden.

Weitere Gespräche zur L125 nötig

„Wir freuen uns jetzt natürlich sehr, dass wir endlich eine neue Brücke haben, die einen hohen Wasserdurchlass möglich macht“, sagte Martin Bette, stellvertretender Vorsitzender der Bürgergemeinschaft. „Wir hoffen allerdings, dass der Bürgermeister weiterhin Gespräche mit dem Landesbetrieb sucht, damit auch an der L125 endlich etwas geschieht. Der Wasserdurchlass an der dortigen Brücke ist nämlich nach wie vor viel zu gering“, so Bette. Auch die Christdemokratin Regina Osterhaus-Ehm freute sich. „Wir hatten damals nach dem Starkregen umgehend beantragt, Haushaltsmittel für den Neubau der Brücke bereitzustellen“, so Osterhaus-Ehm. Der Bau der neuen Konstruktion wurde dann vor einem Jahr im Bauausschuss beschlossen. Im Anschluss plante die Stadt in enger Abstimmung mit der Bürgergemeinschaft Lanzenbach und einem Planungsbüro das neue Brückenbauwerk.

Entstanden ist eine barrierefreie Stahlbrücke mit Holzbohlenbelag, die den südlichen mit dem nördlichen Teil von Lanzenbach verbindet. Das Holzbauwerk über den Rosentaler Bach ist 6,5 Meter lang und 1,2 Meter breit. Versehen ist die Brücke mit einem 1,3 Meter hohen Holzgeländer, das als sogenanntes Knieholmgeländer gebaut wurde. Laut Verwaltung dient es nicht nur als Absturzsicherung, sondern lässt bei einem weiteren Starkregenereignis zu, dass die Unterkonstruktion überströmt wird.

Der gesamte Brückenkörper ist höher als die alte Brücke, die der Starkregen zerstört hatte: Sie wurde für ein 100-jährliches Hochwasser (HQ100) konstruiert. Insgesamt investierte die Stadt 100.000 Euro in die neue Brücke, über die sich die Lanzenbacher sehr freuen. Viele haben noch schlimme Erinnerungen an die Fluten, die in Lanzenbach damals so große Schäden verursachten. Bei der Einweihung freuten sich die Bürger des Dorfs allerdings über die neue Brücke. „Sie ist wirklich toll geworden und wir danken dem Bürgermeister für sein Engagement“, sagte Bette.