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Brand in Uckerath: Holztreppenhaus geht in Flammen auf

Brand in Uckerath : Holztreppenhaus geht in Flammen auf

Noch völlig unklar ist, wieso es am Mittwochmorgen zu einem Brand in Uckerath kam. Dort standen gegen 6.45 Uhr im Kölzweg Eingangsbereich sowie Treppenaufgang eines Zweifamilienhauses in Flammen. Auch, weil sich der einzige Bewohner seit geraumer Zeit im Ausland befinden soll, schließt die Polizei eine Brandstiftung derzeit nicht aus.

Wie am Einsatzort zu erfahren war, ist es wohl einer aufmerksamen Nachbarin zu verdanken, dass das Haus, in dem sich eine leerstehende Erd- sowie eine Obergeschosswohnung befinden, nicht vollständig dem Feuer zum Opfer fiel. Beim Hereinholen der Tageszeitung hatte die Frau Rauch und Flammen im Eingangsbereich bemerkt. Unverzüglich alarmierte sie die Feuerwehr.

Die 38 Brandretter aus Hennef, Uckerath sowie Blankenberg fanden den Eingang bei ihrem Eintreffen bereits im Vollbrand vor. Da laut Feuerwehrsprecher Thomas Vitiello unklar gewesen sei, ob sich Personen im Gebäudeinnern befunden hätten, verschafften sie sich von drei Seiten Zutritt zur Wohnung.

Die Haus-, eine Balkon- sowie eine Terrassentür mussten die Wehrleute dazu gewaltsam öffnen. Weil die hölzerne Stiege im Treppenraum bereits abgebrannt war, kam auch eine Drehleiter zum Einsatz.

Personen fand die Feuerwehr laut Vitiello dann weder in der unbewohnten Erdgeschoss-, noch in der Obergeschosswohnung vor. Der Mieter letzterer soll sich nach Auskunft von Nachbarn seit einiger Zeit im Ausland aufhalten. Von den Flammen in Mitleidenschaft gezogen wurden nach Auskunft des Pressesprechers jedoch vor allem seine Räumlichkeiten.

Der Löschangriff, den die Wehrleute mit Wasserschläuchen von mehreren Seiten durchführten, zeigte laut Vitiello dann schnell Erfolg. Eine elf Kilogramm schwere Propangasflasche konnten sie aus der Obergeschosswohnung ins Freie schaffen, bevor sich die Situation weiter zuspitzte.

Unklar ist, wie es zu dem Feuer kam: Einsatzkräfte äußerten vor Ort den Verdacht, dass möglicherweise eine brandbeschleunigende Substanz auf dem Boden der Obergeschosswohnung verteilt worden sein könnte. Polizeipressesprecher Stefan Birk wollte dies auf Anfrage nicht ausschließen.

Sichere Erkenntnisse auch hierzu sollen laut ihm Ermittlungen bringen, die die Kriminalpolizei in den kommenden Tagen durchführen wird. Das Haus wurde deshalb beschlagnahmt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mehrere zehntausend Euro.