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Kommunalwahl 2020 in Hennef: Bürgermeister Klaus Pipke will vierte Amtszeit

Kommunalwahl 2020 : Klaus Pipke will wieder Bürgermeister in Hennef werden

16 Jahre als Hennefer Bürgermeister sind für Klaus Pipke noch nicht genug. Der 54-jährige Christdemokrat fühlt sich gut gerüstet für eine vierte Amtszeit.

Rank und schlank, fit und ausgeglichen wirkt Klaus Pipke, wenn man ihm begegnet. Dem Mann, der Ende August 55 Jahre alt wird, merkt man nicht an, dass er bereits seit 16 Jahren Hennefer Bürgermeister ist. 2004 war der Jurist mit 54,1 Prozent der Stimmen erstmals zum Hennefer Bürgermeister gewählt worden. 2009 wurde er mit 64,7 Prozent und 2014 mit 53,41 Prozent im Amt bestätigt.

Für die vergangenen 16 Jahre zieht der Christdemokrat eine positive Bilanz. „Wir haben viel geschafft, aber es gibt auch noch einiges zu tun.“ Auch wenn die Stimmung gut ist und er für seine Politik auch viel Rückenwind aus der Bevölkerung verspürt – Pipke betrachtet die Wahl keinesfalls als Selbstläufer. „Wahlkampf ist Wahlkampf. Momentan schaut alles gut aus, aber so etwas kann sich auch sehr schnell ändern.“

Als „Anwalt der Bürger“ wird er nach wie vor auf der städtischen Homepage bezeichnet, und der Beruf des Anwaltes wäre für Pipke, der 1964 in Troisdorf geboren wurde, durchaus denkbar gewesen. Nach seinem Abi­tur, das er 1984 in Hennef machte, studierte er Jura in Bonn und legte beide Staatsexamina ab. Von 2000 bis 2004 war Pipke Beigeordneter in Siegburg. Seit 1980 ist er Mitglied der CDU, für die er in Hennef die Ämter des Partei- und Fraktionschefs bekleidete. Der Vater von drei Kindern im Alter von 21,19 und drei Jahren hat es nie bereut, das Amt zu bekleiden. „Mir kam nie in den Sinn, etwas anderes zu machen. Ich mag die Stadt, ich mag die Menschen und habe Spaß daran, Dinge zu bewegen und umzusetzen“, sagt Pipke.

Anbindung der Hennefer Dörfer verbessern

Meilensteine nennt er das bisher Erreichte. Das Gesicht der Stadt habe sich während seiner Amtszeit sehr verändert. „Wir haben die Eingangstore des Stadtzentrums entwickelt, Hennef-Mitte rund um den Le-Pecq-Platz und das Generationenhaus neu aufgebaut, den Marktplatz und das gesamte Umfeld des Bahnhofs und des Busbahnhofs aufgewertet, das Neubaugebiet Siegbogen entwickelt, eine Mehrzweckhalle gebaut, mit Hennef-West eine neue Gesamtschule eingerichtet und das Gymnasium mit einem neuen Trakt und einer Mensa erweitert“, sagt Pipke. Immer im Blick hat er die stetig steigenden Einwohnerzahlen, denen in punkto Infrastruktur fortwährend Rechnung getragen werden muss. Mit dem neuen Flächennutzungsplan habe man dafür eine solide Grundlage geschaffen.

Pipke will aber noch einiges umsetzen. „Die Anbindung unserer Dörfer, der Ausbau des Radwegenetzes sowie die Verbesserung zahlreicher Straßen und Wege sind Themen, die wir weiter verfolgen werden.“ Pipke, der sich für Tempo 30 in der gesamten Innenstadt einsetzt, weiß sehr genau, welche Themen den Bürgern auf den Nägeln brennen. „Bei der Ortsumgehung Uckerath, der Allner Brücke oder der seit vielen Jahren geplanten Unterführung an der Bröltalstraße sind wir als Stadt leider nicht alleine handlungsfähig, sondern in hohem Maße abhängig von Bund, Land und Bahn. Das erfordert eine Menge Geduld und Hartnäckigkeit“, sagt Pipke. Auch der Ausbau der Kreuzung am Ausbauende der A 560, ohne den das Gewerbegebiet Kleinfeldchen nicht eingerichtet werden kann, lässt auf sich warten. Immerhin wird der neue Horstmannsteg bald eingeweiht.

Schnellere Internetverbindungen für die Dörfer

Bei den Themen Klima- und Umweltschutz sowie Digitalisierung will Pipke mehr erreichen. „Wir sind bereits auf einem guten Weg, haben eine Klimaschutzmanagerin, 4500 Quadratmeter Solaranlagen auf den Dächern städtischer Gebäude und Elektroautos in unserem Fuhrpark. Bei der Digitalisierung müssen wir allerdings dafür sorgen, dass es auf unseren Dörfern schnellere Internetverbindungen gibt, damit dort auch zu Hause gearbeitet werden kann“, sagt Pipke mit Blick auf die Lehren aus der Corona-Krise.

Eines der größten Projekte in den kommenden Jahren ist das Integrierte Handlungskonzept für Stadt Blankenberg. 40 Millionen Euro, davon allein die Hälfte für die Sanierung der Stadtmauer, wird das Projekt verschlingen. „Ich habe bei diesen Summen auch erst mal geschluckt“, sagt Pipke. „Aber wir müssen die mittelalterliche Stadt für die Zukunft erhalten.“