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Sanierung in Hennef beendet: Landesbetrieb hebt Sperrung der L 352 auf

Sanierung in Hennef beendet : Landesbetrieb hebt Sperrung der L 352 auf

Nach einem Jahr müssen die Happerschoßer und Heisterschoßer keinen Umweg mehr fahren, wenn sie nach Hennef-Allner wollen. Die Sanierung auf der Strecke ist abgeschlossen.

Fast auf den Tag genau ein Jahr hat die Grunderneuerung der Landesstraße 352 zwischen Hennef-Allner und den Höhenorten Happerschoß und Heisterschoß gedauert. Abgesehen von einer zweimonatigen Pause im Sommer 2020 war die Strecke so lange auch voll gesperrt. Wie berichtet, hatte das im vergangenen Jahr zu Protesten bei den Happerschoßern und Heisterschoßern geführt, die auf ihrem Weg nach Hennef große Umwege fahren mussten. Jetzt sind die Arbeiten abgeschlossen – und der Weg wieder frei.

Notwendig war die aufwendige Sanierung laut Landesbetrieb Straßenbau NRW, weil die Fahrbahn der L 352, auf der täglich bis zu 8000 Fahrzeuge unterwegs sind, marode war. Im Zuge der grundhaften Sanierung hat Straßen NRW die rund 2,5 Kilometer lange, teils in Serpentinenform verlaufende Strecke auch erheblich verbreitert – von 5,50 auf durchgängig 6,30 Meter.

„Es war einfach so, dass wir sehr enge Kurvenbereiche verbreitert haben, und die Böschung teilweise abgesichert werden musste“, sagte Petra Beckefeld. Die Technische Direktorin des Landesbetriebs war am Freitag zusammen mit Thomas Raithel, Leiter der Regionalniederlassung Rhein-Berg, Mohamed Abodahab, Abteilungsleiter Bau, sowie Projektleiter Ingo Bedarff nach Hennef gekommen. Zusammen mit Bürgermeister Mario Dahm räumte sie die Absperrung zur Seite und gab die L 352 frei.

Sanierungskosten betragen 3,5 Millionen Euro

Während der Sanierung hat der Landesbetrieb auch die Leitplanken komplett erneuert und mit Motorradunterschutz versehen. Auf einer Fläche von 28 000 Quadratmetern wurde die Fahrbahn abgefräst und neu aufgebaut, die Entwässerungsleitungen wurden erneuert und Böschungen gesichert. Hierzu bedienten sich die Straßenbauer auf insgesamt rund 6oo Metern des Verfahrens „Bewehrte Erde“ – dabei werden in bis zu vier Lagen Draht-Stahlkonstruktionen in den Aufbau integriert.

Dadurch konnte auch der Kurvenradius erweitert und somit die Verkehrssicherheit erhöht werden. Nicht nur an dieser Stelle mussten Busse oder Lastwagen zuvor eine Lücke im Gegenverkehr abwarten, um die Kurvenradien auf beiden Spuren befahren zu können. Rund 3,5 Millionen Euro hat die Sanierung gekostet.

Insbesondere für die Bewohner der Höhenorte Happerschoß und Heisterschoß geht damit eine lange Zeit der Unannehmlichkeiten zu Ende. Während der Arbeiten war zeitweise auch die Ausweichstrecke hinab zur Ortschaft Bröl im Bröl­tal wegen Straßenarbeiten blockiert. Um nach Hennef zu gelangen, war dadurch ein mehr als zehn Kilometer langer Umweg über Neunkirchen notwendig. Fahrradfahrer sollen künftig übrigens abseits der Landesstraße sicher zwischen dem Siegtal und den Höhenorten pendeln können. Hierfür soll ein Weg im Wald ausgebaut werden, für die Streckenführung werden gerade mehrere Alternativen geprüft.