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Verkehrssicherheitsstage in Hennef: Lerneffekt im Überschlagsimulator

Verkehrssicherheitsstage in Hennef : Lerneffekt im Überschlagsimulator

Detailliert erklärt Ulrich Schmitz von der Verkehrswacht Hagen Günther Au, dem Schulleiter des Carl-Reuther-Berufskollegs in Hennef, und Hans Clasen, Schulamtsleiter des Rhein-Sieg-Kreises, den Aufprallsimulator.

Die beiden steigen ein und schnallen sich ganz nach Vorschrift an. Die Gurte sitzen fest, sie nehmen die optimalen Sitzpositionen ein - das Fahrobjekt befindet sich jetzt oben auf der Rampe. Plötzlich schießt es die Rampe runter.

Rumms, abrupt stoppt das Fahrobjekt und simuliert damit einen Aufprall. Au und Clasen werden ordentlich durchgeschüttelt an diesem Dienstag.

Die Schülervertretung am Carl-Reuther-Berufskolleg Hennef hat von Montag bis heute drei Verkehrssicherheitstage ins Leben gerufen - und zwar mit folgenden Partnern: der Verkehrswacht Rhein-Sieg-Kreis, dem ADAC, dem Straßenverkehrsamt, der Polizei und dem Deutschen Roten Kreuz.

"Die jungen Teilnehmer werden hier vielfältig an die Gefahren der Verkehrswelt herangeführt", sagte Dominik Stiegemann, 19-jähriger Schüler des Carl-Reuther-Berufskollegs. Neben den Aufprall- und Überschlagsimulatoren gab es weitere Stationen, an denen die Schüler ihr Wissen beweisen und erweitern konnten.

"Alkohol schränkt Fahrverhalten erheblich ein"

An der Station mit dem Titel "Rausch" spürten die jungen Teilnehmer am eigenen Leib durch verschwommene Brillen, wie sich Alkoholkonsum auf die einfachsten Tätigkeiten auswirkt, beispielsweise eine Haustür aufzuschließen.

"Ausdrücklich rate ich dazu, auf Alkohol im Straßenverkehr komplett zu verzichten. Er schränkt das Fahrverhalten erheblich ein", so Andre Rotermund, Teamleiter des ADAC bei den Verkehrssicherheitstagen.

Bei der Station "Perspektiven" versuchten Schüler die Geräusche im Straßenverkehr richtig herauszufiltern, während sie bei der Station "Geschwindigkeit" mehr darüber erfuhren, wie unterschiedliche Bedingungen die Länge des Anhaltewegs beeinflussen können. Dazu nutzten Schüler auch Simulatoren, die jeweils verschiedene Untergründe virtuell darstellten.

Außerdem konnten sich die Schüler hilfreiches Wissen über den toten Winkel und allgemeines Handeln in Gefahrensituationen aneignen. Am Ende jeder Station mussten die Schüler jeweils Fragen zum Themenschwerpunkt beantworten, um die Theorie zu vertiefen.

Eine Geschwindigkeit von elf Stundenkilometern erreichte der Aufprallsimulator beim Crash. "Bei elf Stundenkilometern erwartet man keinen harten Aufprall, jedoch spürte ich es bis in den Kopf hinein", sagte Hans Clasen. Ulrich Schmitz von der Verkehrswacht Hagen klärte im Rahmen des Aufprallsimulators über die Wichtigkeit einer aufrechten Sitzposition und den angelegten Gurt in geometrischer Stellung auf.