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Kommunalwahl 2020: Mario Dahm will frischen Wind ins Hennefer Rathaus bringen

Kommunalwahl 2020 : Mario Dahm will frischen Wind ins Hennefer Rathaus bringen

Der Sozialdemokrat Mario Dahm will neue Ideen ins Hennefer Rathaus bringen. Als jüngstes Ratsmitglied der Stadt ist er dennoch schon ein alter Hase.

Im August wird Mario Dahm 31 Jahre alt. Er ist zwar nach wie vor das jüngste Ratsmitglied, aber kein Anfänger. Seit mehr als zehn Jahren ist er kommunalpolitisch aktiv, seit 2014 SPD-Ratsmitglied. Im Januar kürten ihn die Hennefer Sozialdemokraten zu ihrem Bürgermeisterkandidaten. Der Herausforderer des CDU-Amtsinhabers Klaus Pipke will frischen Wind ins Rathaus bringen.

„Unsere Stadt braucht neue Ideen, um die vielen Herausforderungen anzupacken“, sagt Dahm. Ein junger, moderner Bürgermeister will der Mann sein, der als „Dorfkind“ in Kurscheid aufwuchs. Nachdem Dahm 2009 sein Abitur am Gymnasium in Oberpleis gemacht und seinen Zivildienst an der Richard-Schirrmann-Förderschule in Bröl absolviert hatte, studierte er Deutsch, Geschichte und Philosophie auf Lehramt an der Uni Köln. Nach dem Staatsexamen studierte er zudem Politik und Verwaltungswissenschaften.

Derzeit ist Dahm wissenschaftlicher Mitarbeiter im Büro des SPD-Landeschefs Sebastian Hartmann und schreibt zudem an seiner Doktorarbeit in neuerer Geschichte. Seit sechs Jahren ist er Vorsitzender der Jusos im Rhein-Sieg-Kreis, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Hennefer SPD und Mitglied des Planungs- und Verkehrsausschusses im Kreistag. Nun will Dahm Bürgermeister werden und vieles besser machen.

Nachhaltig, digital, gerecht und stark – das sind die Schlagworte des Hennef-Plans der SPD und ihres Bürgermeisterkandidaten. „Der Hennef-Plan ist unter Beteiligung vieler Hennefer Bürger entstanden, die nicht alle der SPD nahe stehen“, sagt Dahm und verweist auf mehrere Veranstaltungen, bei denen viele Ideen gesammelt wurden. Besonders die Hennefer Verkehrssituation wurde dabei immer wieder thematisiert. „Die derzeitige Stadtspitze verweist immer auf die Zuständigkeiten anderer Stellen, besonders bei der Verkehrsproblematik. Ich verstehe die Rolle des Bürgermeisters aber nicht als Weiterverteilungszentrum, sondern als Antreiber und Organisator einer zukunftsweisenden Mobilität für alle Hennefer“, sagt Dahm, der eine echte Verkehrswende will.

Umfassendes Mobilitätskonzept für Hennef

Neben der Innenstadt, wo Dahm nach wie vor mit dem „City-Ring“ eine Einbahnstraßenregelung bevorzugt, um die Frankfurter Straße zu entlasten und das Zentrum attraktiver zu machen, sind es vor allem Dauerprojekte wie die Ortsumgehung Uckerath oder die seit Jahren geplante Unterführung an der Bröltalstraße, die Dahm endlich zum Abschluss bringen möchte. Zudem sei ein umfassendes Mobilitätskonzept, in dem der Platz auf alle Verkehrsteilnehmer fair verteilt wird, wichtig. „Damit Hennef eine fahrradfreundliche Stadt wird, muss für die Radler einfach mehr getan werden“, sagt Dahm. Dazu gehören für ihn sichere Radwege, aber auch mehr Abstellanlagen wie eine Radstation am Bahnhof sowie ein kreisweites Leihfahrradsystem.

Der Erhalt der Dörfer liegt Dahm ebenfalls am Herzen. „Ich bin in Kurscheid aufgewachsen und weiß aus erster Hand, wo die Herausforderungen für die Hennefer Dörfer liegen.“ Laut Dahm verfügen noch immer nicht alle Dörfer über schnelles Internet, und auch die Busverbindungen ließen in manchen Weilern zu wünschen übrig.

Daher will er zusätzliche Verbindungen schaffen und sich für die kreisweite Einführung eines „Ein-Euro-Tickets“ stark machen. Ebenso für einen sozial gerechten Klima- und Umweltschutz und die Prüfung, ob der Bau eines Schwimmbads finanziert werden kann. Das Thema Digitalisierung sieht er als eine zentrale Herausforderung. „Schnelles Internet muss in allen Stadtgebieten verfügbar sein und Digitalisierung im Hennefer Rathaus Chefsache werden.“

Zudem macht er sich für bezahlbaren Wohnraum stark. „Wir sollten endlich aufhören, die Investoren immer mit Samthandschuhen anzufassen“, sagt Dahm. „Als Bürgermeister werde ich dem Rat keine Streichungen von städtischen Leistungen vorschlagen, die die finanziell Schwächsten treffen“, so der Sozialdemokrat.