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Fahrbahndecke der Bröltalstraße: Material hielt nur acht Jahre

Fahrbahndecke der Bröltalstraße : Material hielt nur acht Jahre

Ziemlich genau acht Jahre ist die Fahrbahndecke auf der Bundesstraße 478 zwischen dem Kreisverkehr und dem Autobahnanschluss Hennef-Ost alt.

Obwohl ihre Lebensdauer damals auf 20 Jahre ausgelegt wurde, muss sie schon jetzt erneuert werden. "Es gibt an mehreren Stellen Materialmängel", erklärte Laurenz Braunisch vom Landesbetrieb Straßenbau NRW die Arbeiten, die noch bis zum 12. Oktober dauern sollen. Von Samstagabend, 22 Uhr, bis Montagmorgen, 5 Uhr, wird der gesamte Bereich gesperrt. Umleitungen sind ausgeschildert.

Insgesamt kostet das Nachbessern 230.000 Euro. Weil das Auftreten der Mängel teilweise außerhalb der Gewährleistungsfrist von fünf Jahren lag, teilen sich Steuerzahler und das damalige Bauunternehmen die Kosten. 2007 wurde die Bröltalstraße für 4,6 Millionen Euro auf vier Spuren ausgebaut und der Kreisverkehr errichtet.

"Alles, was dort gemacht wurde, entsprach den Regelungen", so Braunisch. Einen Fehler oder gar Schuld könne man deshalb niemanden zusprechen. Dass es trotzdem Mängel gab, sei auf die Spielräume in den Regelungen zurückzuführen. Demnach sei die Mischung für den Bodenbelag festgeschrieben, dürfe aber geringfügig abweichen. Diese Toleranzen seien vor acht Jahren voll ausgereizt worden. Das sei laut Braunisch kein Einzelfall.

"Solche Ereignisse wie die frühe Sanierung kann man nicht absehen, wir arbeiten in der Praxis mit Prognosen und Annäherungen", sagt Braunisch. Um keinen Flickenteppich entstehen zu lassen, weil gleich mehrere Abschnitte der Straße betroffen waren, entschied der Landesbetrieb, das komplette Stück abzufräsen und neu zu asphaltieren. "Übergänge sind im Straßenbau immer die Sollbruchstellen, deswegen versuchen wir, sie zu vermeiden", so Braunisch.