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Kommunalwahl 2020: Matthias Ecke setzt sich für bessere Radwege in Hennef ein

Kommunalwahl 2020 : Matthias Ecke setzt sich für bessere Radwege in Hennef ein

Matthias Ecke tritt zum zweiten Mal als Bürgermeisterkandidat der Hennefer Grünen an. Der 59-Jährige hat die Themen Verkehr, Klimaschutz und Bürgerbeteiligung besonders im Blick.

Nach 2014 haben die Hennefer Grünen zum zweiten Mal ihren Fraktionsvorsitzenden Matthias Ecke zum Bürgermeisterkandidaten gekürt. Vor sechs Jahren hatte er vor der damaligen Kommunalwahl gesagt, dass Mehrheiten nicht in Stein gemeißelt seien und konnte damals 12,24 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen.

Der 59-Jährige, der sich für mehr Bürgerbeteiligung und Klimaschutz stark macht, sieht das immer noch so. „Ein Wechsel würde der Stadt wirklich gut tun. Die Erfahrung ist vorhanden, und ich weiß, dass ich das kann.“

In Sachen Fitness macht ihm keiner so schnell etwas vor. 10 000 Kilometer legt er jährlich auf seinen Fahrrädern zurück. Er ist regelmäßig in den Alpen unterwegs und bereits über die höchsten Pässe Europas gefahren. Zähigkeit und Ausdauer sind Merkmale, die er auch in der Politik gut gebrauchen kann. Mehr Bürgerbeteiligung, mehr Klimaschutz und die Verkehrsprobleme sind seine Themen, sollte er ins Amt gewählt werden. Ecke kam 1992 nach Hennef. Seitdem unterrichtet der in Weldergoven lebende, verheiratete Familienvater als Bautechniklehrer die Maurerklasse des Carl-Reuther-Berufskollegs.

Verkehrssituation in Hennef als Ärgernis

Politisch gehört Ecke zu den Ratsmitgliedern, die gerne den Finger in die Wunde legen. Durch die Corona-Krise seien die Möglichkeiten aber beschränkt, da es bis zu den Sommerferien nur eine Ausschusssitzung gegeben habe. „Ich sehe das kritisch. Hennef wurde am 16. März politisch abgeschaltet. Alles wird per Dringlichkeit entschieden, und es gibt keine Möglichkeit, über die Themen in Ausschusssitzungen öffentlich zu diskutieren. Das ist ein klarer Vorteil für den Amtsinhaber“, sagt Ecke mit Blick auf Klaus Pipke.

Dabei gebe es viel zu diskutieren. „Die Innenstadt benötigt ein umfassendes Verkehrskonzept. Es macht keinen Sinn, diese Dinge immer nur punktuell anzugehen“, sagt Ecke, der auf der Frankfurter Straße eine Einbahnstraßenregelung von der Warth bis zur Mozartstraße präferiert.

Ob die Baustelle auf der A 560, die seit Jahren geplante Unterführung in Hennef-Warth, die geplante Erweiterung der Allner Brücke – die Verkehrssituation in Hennef ist für Ecke ein einziges Ärgernis. „Sowohl mit der Bahn als auch mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW muss die Kommunikation dringend optimiert werden. Einen Vorteil hat das Ganze trotzdem: Die Menschen haben das Fahrrad wieder für sich entdeckt.“ Damit man dem Verkehrschaos in Hennef quasi davonradeln kann, muss laut Ecke das Radwegenetz dringend verbessert werden.

„Mehr Fahrradstraßen mit Anschlüssen an Radschnellwege sind notwendig. Die beiden existierenden Fahrradstraßen sind für mich reine Showobjekte ohne Konzept und Idee.“ Nach wie vor sprechen sich die Grünen und Ecke beim Thema Ortsumgehung in Uckerath für einen Tunnel aus, der vom Ausbauende der A 560 bis zum Uckerather Sportplatz führen soll. „Mittlerweile werden ja alle Varianten wieder betrachtet. Allerdings stellt sich bei einer Tunnel-Lösung natürlich die Frage nach der Finanzierbarkeit.“

Kritik am Handlungskonzept Stadt Blankenberg

Beim Thema Finanzen kritisiert Ecke das Vorgehen der Verwaltung bezüglich der Aufwertung von Stadt Blankenberg. „Das ist ein Irrsinnsprojekt. Jeder schaut nur auf die Fördergelder, vergisst aber, dass die Stadt ihren Teil der Finanzierung ebenfalls tragen muss. Zudem sind viele Bewohner vom Tourismus genervt. Die wollen da oben kein Phantasialand“, sagt Ecke. Die Sanierung der Stadtmauer und das neue Feuerwehrhaus seien dagegen notwendig. „Dafür bedarf es allerdings nicht eines solchen Prestigeobjektes mit 45 Millionen Euro Gesamtkosten.“ In punkto Klimaschutz hätte Ecke gerne Photovoltaikanlagen auf sämtlichen städtischen Gebäuden. „Wir müssen beim Thema Klimaschutz mehr tun.“ eiu