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Brückenprojekt in Hennef: Naturschutzbeirat sagt Ja zum Horstmannsteg in Hennef

Brückenprojekt in Hennef : Naturschutzbeirat sagt Ja zum Horstmannsteg in Hennef

Der Neubau des Horstmannstegs ist wieder ein Stückchen näher gerückt, denn der Naturschutzbeirat des Rhein-Sieg-Kreises hat dem Bauprojekt zugestimmt. Stadt reißt die alte Brücke in einem Jahr ab, die neue soll 2020 stehen.

Der Neubau des Horstmannstegs in Hennef ist wieder ein Stückchen näher gerückt. Das Projekt hat jetzt eine wichtige Hürde genommen. Der Naturschutzbeirat des Rhein-Sieg-Kreises hat dem Bauprojekt zugestimmt.

Das Gremium ist beteiligt, da der Neubau vollständig im Naturschutzgebiet Siegaue liegt. Daher musste die Stadt eine Befreiung beantragen. Das Gremium schaut bei Planungen, die Landschafts- und Naturschutz tangieren, genau hin und hat auch manches Mal die Zustimmung versagt – etwa bei der Planung einer Radbrücke über die Sieg bei Windeck-Dreisel. Im Naturschutzbeirat vertreten ist unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der gegen die ursprüngliche Planung des neuen Horstmannstegs erfolgreich geklagt hatte. Deshalb musste die Stadt die Planung neu aufrollen, wobei sie sich diesmal mit dem BUND abstimmte.

Alter Steg aus 60er Jahren gibt die Richtung vor

Beide Seiten haben sich darauf verständigt, dass der neue Horstmannsteg keinen Pylon und keine Seilkonstruktion haben wird. Er soll auf der Trasse des alten Stegs verlaufen, der aus den 1960er Jahren stammt und wegen seines maroden Zustands gesperrt ist. Die Breite soll vier Meter betragen, statt wie bislang 1,90 Meter. Die Fundamente werden so gestaltet, dass eine freie Laufveränderung der Sieg möglich ist. Das ist ein Punkt, der dem BUND wichtig ist. Der Naturschutzbeirat hält diese Lösung ebenfalls für tragbar.

„Der Beschluss des Beirates ist ein ganz wichtiger Schritt“, so Bürgermeister Klaus Pipke. „Wir haben nun eine gute, fundierte und nachhaltige Planung.“ Nun folgt eine zweimonatige Beteiligung der anerkannten Naturschutzverbände durch den Kreis, ehe die Befreiung dann tatsächlich erteilt werden kann. Zudem muss der Kreis eine wasserrechtliche Genehmigung erteilen. Die Stadt rechnet damit, die Arbeiten im Herbst ausschreiben zu können. Der Abbruch ist für Juli und August 2019 vorgesehen, die Fertigstellung des Neubaus für 2020.