Ortsumgehung Uckerath Vorstoß des Bundes findet breite Zustimmung

HENNEF · Dass die Uckerather Ortsumgehung (B8) nun doch noch Chancen auf die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan hat, findet bei den Parteien breite Zustimmung.

Der Bund hat sich des Themas angenommen. Er will das Projekt zumindest weiter prüfen, nachdem die NRW-Landesregierung schon vor Monaten abgewunken hatte. Das hatte in Uckerath zu Protesten und Unterschriftenaktionen geführt.

"Ich bin froh, dass die unerträgliche Belastung, die dem Landesministerium bei seiner Anmeldung für den Bundesverkehrswegeplan offenbar gleichgültig war, beim Bund offenbar realistischer eingeschätzt wird", erklärte die CDU-Bundestagsabgeordnete Lisa Winkelmeier-Becker.

Das Land habe die Ortsumgehung wegen der komplizierten Trassenführung für nicht realisierbar gehalten, erinnerte dagegen der SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Hartmann. Er dringt nun darauf, eine weniger aufwendige und preiswertere Linienführung zu prüfen.

"Eine kostengünstige Linienführung der Ortsumgehung erhöht die Chancen erheblich, dass die Straße auch wirklich kommt und perspektivisch weitere Projekte im Rhein-Sieg-Kreis möglich sind. Da die Straße durch ökologisch wertvolles Gebiet führt, muss die Planung so schonend wie möglich erfolgen", erklärt Dirk Schlömer, Landtagsabgeordneter der SPD aus Hennef. Hartmann appellierte: "Wir müssen parteiübergreifend mit einer Stimme im Rhein-Sieg-Kreis sprechen."

Auch die Hennefer CDU nahm die neue Entwicklung erfreut zur Kenntnis. Ralf Offergeld, Fraktionschef im Stadtrat, spielte den Ball zurück zu SPD und Grünen, genauer gesagt zu den Landespolitikern Dirk Schlömer und Horst Becker: "Von beiden würden wir uns ein ähnliches Engagement erwarten wie zum Beispiel von unseren Funktionsträgern Klaus Pipke, Frithjof Kühn und Elisabeth Winkelmeier-Becker, die diese Maßnahme mit allerhöchster Priorität unterstützt haben", so Wallau.

Zustimmung auch bei der FDP: Die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums, die Aufnahme der Ortsumgehung in den Bundesverkehrswegeplan zu prüfen, sei "die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt", so Friedrich-Wilhelm Kuhlmann, verkehrspolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion.