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Forum an der Vivatsgasse: In der Mitte des Dorfes angekommen - Tad der offenen Tür bei der Krea

Forum an der Vivatsgasse : In der Mitte des Dorfes angekommen - Tad der offenen Tür bei der Krea

Auf den ersten Blick ist die Krea kaum wiederzuerkennen. Und bei näherem Hinschauen doch so vertraut: Der Theatersaal für die Morenhovener Kabarett-Tage, der Werkraum für die Kurse und Workshops der Kreativitätsschule - alles ist da! Davon überzeugten sich am Sonntagnachmittag mehrere hundert Besucher beim Tag der offenen Tür im neu eröffneten Krea-Forum.

Und obwohl die Temperaturen für Ende April merklich zu wünschen übrig ließen - dafür gingen die heißen Würstchen weg wie die dazu gereichten Semmeln - , hatte das zumindest trockene und teilweise sogar sonnige Wetter die Morenhovener in Scharen auf den Schulhof gelockt: Familien mit Kindern Seite an Seite mit den Alteingesessenen.

Und die können sich noch gut erinnern, wie das damals war, als sich die Türen der Kreativitätsschule Morenhoven vor mehr als 30 Jahren zum ersten Mal öffneten und zehn Jahre später auch noch ein eigenes Kabarett- und Kleinkunstfestival hinzukam. Und bei der Fotoschau im Theatersaal des Forums wurden gewiss so manche, noch weiter zurückreichende Erinnerungen wach: zum Beispiel an den Schulabschluss von 1954.

Draußen spielte allerdings die Musik; und zwar die der Tomburg Winds II. Unter Leitung von Georg Heide unterhielten die 45 Kinder und Jugendlichen ihr Publikum mit Stücken von Queen, Steppenwolf und den Beach Boys sowie mit "Star Wars" von John Williams. Währenddessen hatten die 20 Helfer vom Krea-Forum alle Hände voll zu tun, um die ersten Karten für die Morenhovener Kabarett-Tage (siehe Kasten) sowie Kaffee und Kuchen unters Volk zu bringen.

Auch ein süßer Anblick: die "Swistbachelfen", das Männerballett des neu gegründeten Musikzugs der KG Morenhoven. Mit den grazilen Bewegungen ist das zwar eine Sache für sich, aber dafür hatten die Mannen in pinkfarbenen Hosen an ihrer Darbietung mindestens so viel Vergnügen wie die Zuschauer.

Eine Etage tiefer wurde derweil eifrig gewerkelt. Julian, Lucy, Fabian und die anderen Kinder waren eifrig mit Farben und Ytong zugange. So dass selbst ein Teller mit Marmorkuchen unbeachtet auf dem Tisch stehen blieb.

Mit Torwandschießen, Schminken und Märchen von Gudrun Blum, mit Collagen der Künstlerin Alexandra Reichenberg und den afrikanischen Trommeln von Ansu Yeboah sowie der Teilnahme der im Ortsausschuss vertreten Vereine hat dieser Tag der offenen Tür gestern vor allem eines gezeigt: Das Krea-Forum steht nunmehr genau dort, wo es dem Namen nach auch hingehört: in der Mitte des Dorfes.