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Rhein-Sieg-Kreis: Kitas werden weiter ausgebaut

Rhein-Sieg-Kreis : Kitas werden weiter ausgebaut

Viele Kommunen, darunter auch die Stadt Bonn, haben Probleme, zum neuen Kindergartenjahr ausreichend Betreuungsplätze für Kinder über drei Jahren zur Verfügung zu stellen. Grund: Durch den Ausbau der Plätze für Kinder unter drei Jahren (U3) fallen Plätze für die älteren Kinder (Ü3) weg.

Im Rhein-Sieg-Kreis kommen die Kommunen insgesamt aber ganz gut zurecht. "Wir sind ganz zufrieden", sagt etwa die Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule der Stadt Sankt Augustin, Sandra Clauß. "Wir haben am 1. August mit Beginn des neuen Kindergartenjahres rein rechnerisch für alle Ü3-Kinder einen Platz."

Der Versorgungsgrad in Sankt Augustin liegt bei 98,5 Prozent, wobei schon ein Viertel des hereinwachsenden Jahrgangs mit eingerechnet wird. Insgesamt müssen in Sankt Augustin 1449 Kinder über drei Jahren im Kitajahr 2014/15 versorgt werden. Die meisten Plätze sind schon vergeben. "Bis Ende April werden auch die Nachrückerplätze vergeben sein", sagt Clauß.

Nur in Einzelfällen komme es zu Überbelegungen. Eltern, die keinen Platz im Ort finden sollten, bekommen einen Platz in einem anderen Ortsteil angeboten. Oder das Kind bleibt länger in der Tagespflege. "Wir versuchen in der Regel, individuelle Lösungen zu finden", so Clauß. Man sei gut aufgestellt und habe gute Perspektiven für das Kitajahr 2015/2016.

So entstehen 2015 etwa in Menden fünf neue Kita-Gruppen. Dazu kommt eine neue Kita im Baugebiet "Fasanenweg". In Birlinghoven soll in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut eine weitere zweigruppige Kita dazu kommen. "Da hat es bereits Gespräche gegeben", so Clauß. In Buisdorf sucht die Stadt nach einem Grundstück für einen zweigruppigen Kindergarten. Bislang aber ohne Erfolg.

Ein Mangel an Erzieherpersonal herrscht in Sankt Augustin nicht. "Wir haben momentan keine unbesetzten Stellen und haben acht unbefristete Springerstellen geschaffen", sagte Clauß. Das mache die Stellen in Sankt Augustin attraktiver. "Aber wir werden in Zukunft weiter um qualifiziertes Personal kämpfen müssen", so Clauß.

In Siegburg konnten laut Beigeordnetem Andreas Mast im laufenden Kindergartenjahr "alle versorgt" werden. "Die Befürchtung, durch den U3-Ausbau könnten Plätze für über Dreijährige verloren gehen, gab es natürlich", sagte er. Doch da es in Siegburg anders als anderswo keinen Kinderrückgang gebe, habe die Stadt von vorn herein anders geplant: "Hier sind die Plätze für ältere Kinder nahezu gleich geblieben", sagte Mast.

Die aktuellen Kontingente der 22 Siegburger Einrichtungen wurden bereits im Jugendhilfeausschuss besprochen und ans Land gemeldet. Für die Ü3-Kinder hat die Stadt insgesamt 1065 Plätze zur Verfügung. Rein statistisch reichten diese Plätze aus.

"Nach der Anmeldung müssen wir nun schauen, ob es an der einen oder anderen Stelle eng wird", erklärte Andreas Mast. Bisher seien bei ihm keine Meldungen von Eltern eingegangen, die keinen Platz für ihre über dreijährigen Kinder bekommen könnten. Eventuell werde es allerdings nicht der Wunschkindergarten.

Die Stadt Hennef befindet sich bis Anfang Mai noch im Anmeldeverfahren und will laut Sprecherin Mira Steffan erst dann Auskunft über die Zahlen geben.

In Niederkassel geht die Stadtverwaltung davon aus, dass das Angebot für die insgesamt 1062 Ü 3-Kinder reicht. "Wir rechnen aber damit, dass der Bedarf im Laufe des Jahres noch steigt", sagte Hans-Ulrich Busch, Sprecher der Stadt Niederkassel. Dass Gruppen maßvoll überbelegt werden müssen, sei nicht ganz auszuschließen. Die Stadt gehe aber von einer Versorgungsquote in Höhe von 100 Prozent aus.

Ansprechpartner in den Kommunen

Wer Fragen zu den Kitaplätzen hat und Hilfe braucht, kann sich auch an die jeweiligen Fachdienste in den Kommunen wenden:

Sankt Augustin: Birgit Bender, 02241/243420 oder E-Mail: birgit.bender@sankt-augustin.de.

Niederkassel: Sabine Koch, 02208/9466507 oder E-Mail: s.koch@niederkassel.de.

Siegburg: Andreas Mast, 02241/102333 oder E-Mail: andreas.mast@siegburg.de.

Hennef: Helga Büchner, 02242/888419, E-Mail: helga.buechner@hennef.de.

Weitere Infos und Ansprechpartner gibt es auf den städtischen Internetseiten. Die Städte halten Broschüren oder Flyer bereit.