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Wahl: Kreis-Grüne sehen sich gut aufgestellt

Wahl : Kreis-Grüne sehen sich gut aufgestellt

Es gibt Ortsverbände der Parteien, und es gibt Kreisverbände. So ist das auch bei den Grünen im Rhein-Sieg-Kreis, bei denen einzelne Ortsverbände immer mal wieder für Unruhe und innerparteiliche Machtkämpfe sorgen.

Auch vor und auf der Kreismitgliederversammlung der Grünen am Sonntag in Hennef war das wieder im Ansatz zu spüren. Der zurückgetretene Kreissprecher Peer Groß aus Siegburg kritisierte den Einfluss des "Horst-Becker-affinen" Lagers und begründete seinen Rücktritt damit, dass es im Vorstand keine eindeutigen Mehrheiten gegeben habe.

Es war allerdings dann doch eher eine Randnotiz. Andere Themen standen im Mittelpunkt - und eindeutig waren die Voten der Basis aus den Ortsverbänden für die Kandidaten der Reserveliste. Entsprechend stolz war auch Kreissprecherin Lisa Anschütz. "Alle Kandidaten konnten sich im ersten Wahlgang durchsetzen", freute sich die Windeckerin.

Die Basis wolle diese Streitereien aus einzelnen Ortsverbänden nicht mehr, sondern inhaltlich diskutieren. Die Basis war mit 173 Stimmberechtigten in einer rekordverdächtigen Anzahl erschienen, wie es der Bad Honnefer Grüne Burkhard Hoffmeister ausdrückte. "Rekordverdächtig war auch, dass wir in fünf Stunden durch waren mit der Tagesordnung", so Hoffmeister. Kreissprecherin Anschütz machte deutlich, dass es den Grünen im Kreis um die Sache gehe.

"Um grüne Politik und um grüne Themen." Und davon gebe es eine ganze Reihe. Anschütz: "Manche versuchen, Zwist hochzukochen, aber das ist nicht gelungen." Aus ganz vielen Ortsverbänden hätten sich Leute zusammengefunden, die gesagt hätten, sie wollten das auch nicht mehr. "Es zählt doch der Zusammenhalt", betonte Anschütz.

Die Kreis-Grünen sehen sich gestärkt und gehen mit Zuversicht in den Wahlkampf. Überraschend: Die Windeckerin Alexandra Gauß setzte sich als Spitzenkandidatin klar gegen Ex-Sprecherin Katja Ruiters (Much) durch. Ihr männliches Pendant Martin Metz (Sankt Augustin) wurde ebenso klar auf Listenplatz zwei gewählt.