Dramatische Rettung Wie ein Ersthelfer den Unfall auf der A3 bei Lohmar erlebte

Lohmar · Als Anfang Februar ein Auto auf der A3 bei Lohmar in die Sülz stürzt, ist Mansur Ercetin als Erster an der Unfallstelle. Gemeinsam mit zwei weiteren Männern befreit er den bewusstlosen Fahrer aus dem Unfallwagen im Wasser. Im Gespräch mit dem GA schildert der 29-Jährige das Erlebte.

Das Unfallauto hatte eine Leitplanke durchbrochen, war eine Wiese heruntergestürzt und nach ungefähr 150 Metern in dem Fluss Sülz gelandet.

Das Unfallauto hatte eine Leitplanke durchbrochen, war eine Wiese heruntergestürzt und nach ungefähr 150 Metern in dem Fluss Sülz gelandet.

Foto: dpa/Marius Fuhrmann

Es ist ein verregneter Sonntagvormittag Anfang Februar, als der silberne BMW, der ein paar Hundert Meter vor Mansur Ercetin auf der Autobahn 3 bei Lohmar-Nord fährt, plötzlich nach rechts ausbricht und durch die Leitplanke fährt. Ercetin, ein 29-jähriger Einkäufer aus Düsseldorf, ist gerade mit seiner Frau und seinen ein- und dreijährigen Töchtern auf dem Rückweg von einem Wochenendurlaub. Die Kinder schlafen und seine Frau döst, als Ercetin Autoteile fliegen sieht: Die silberne Motorhaube des BMW wird meterweit durch die Luft geschleudert, als sich der Wagen auf der Wiese neben der Autobahn wieder und wieder überschlägt. Der Düsseldorfer hält auf dem Seitenstreifen nahe der Unfallstelle. „Ruf die Polizei“, sagt er zu seiner Frau, bevor er aus dem Auto springt, den Hang hinabklettert und über die Wiese läuft.