Sprechstunde im Krankenhaus Eitorf Darum braucht die Hebammen-Ambulanz weitere Hilfe

Eitorf · Seit bald zwei Jahren können werdende Mütter im ländlichen Gebiet um Eitorf die Hebammen-Ambulanz aufsuchen. Die staatliche Förderung für das Angebot ist jedoch ausgelaufen. Wie es weitergeht, erklärt die Hebamme Melanie Baumgart.

 Melanie Baumgart ist die einzige freiberufliche Hebamme im östlichen Rhein-Sieg-Kreis.

Melanie Baumgart ist die einzige freiberufliche Hebamme im östlichen Rhein-Sieg-Kreis.

Foto: Inga Sprünken

Es ist ein Kuriosum. Ein Mensch zu werden, ist unwirtschaftlich – zumindest in unserem Gesundheitssystem. Seit Jahren geht die Zahl er Geburtsstationen kontinuierlich zurück. Seitdem die Krankenhäuser reine Wirtschaftsunternehmen sind, setzen sie den Rotstift an. Das Ergebnis: Eine Hüft-OP ist deutlich lukrativer als eine Geburt. Gab es 1991 noch 1186 Krankenhäuser mit Geburtshilfe, waren es Ende 2022 nur noch 621. Und die Zahl sinkt weiter. Es gibt weniger Kreißsäle und auch weniger Hebammen.