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Gasthof Röttgen in Neunkirchen-Seelscheid: Das Kulturjedöns kehrt im September zurück

Gasthof Röttgen in Neunkirchen-Seelscheid : Das Kulturjedöns kehrt im September zurück

Nach der Corona-Pause startet im September im Gasthof Röttgen in Neunkirchen-Seelscheid wieder das Kulturprogramm. Der Gasthof ist als Drehort für die Serie „Mord mit Aussicht“ deutschlandweit bekannt geworden.

Obwohl der Gasthof Röttgen in Neunkirchen-Seelscheid montags erst um 18 Uhr öffnet, sind die Tische im Außenbereich am späten Nachmittag bereits besetzt. Inhaberin Sabine Rogawski kommt mit einem Tablett mit Getränken durch die hölzerne Eingangstür. Wie viele Restaurants hat auch das Röttgen seit Mitte Mai wieder geöffnet. „Unser Außenbereich ist bei gutem Wetter eigentlich immer komplett voll. Draußen fühlen sich die Gäste wohl. Die Innengastronomie ist aber nach wie vor fast tot“, sagt Rogawski, die das Lokal mit ihrem Mann Andreas Rogawski betreibt. Deutschlandweit bekannt wurde der Gasthof als Drehort der WDR-Serie „Mord mit Aussicht“.

Trotz strenger Auflagen soll ab September auch das Kulturprogramm wieder starten. „Es ist zweischneidig und man fragt sich, ob man das haben muss. Aber die Künstler haben keine Einnahmen und wir möchten den Gästen eine kleine Auszeit bieten, deswegen habe wir uns dafür entschieden, das Programm im September wieder aufzunehmen“, erklärt Sabine Rogawski.

Unter dem Titel „Kulturjedöns im Röttgen“ lädt das Ehepaar Rita Dörper-Link und Ortwin Dörper regelmäßig zu Kleinkunst, Kabarett und Musik in den Saal des Fachwerkhauses ein. Seit 2015 stehen dort regelmäßig Künstler wie Christine Westermann, Gerd Köster, Norbert Alich oder Sebastian Pufpaff auf der Bühne. Mit seinem Kabarettabend macht Pufpaff am Donnerstag, 3. September, den Auftakt. Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft. Auch für die Ersatztermine der Abende mit Still Collins, Konrad Beikircher und Volker Weniger, die im ersten Halbjahr aufgrund von Corona nicht stattfinden konnten, gibt es keine Tickets mehr.

Aber für die restlichen Veranstaltungen sind noch Karten erhältlich: Unter anderem steht am Sonntag, 13. September, ab 17 Uhr das Musical „Dat kölsche Programm – Ein kölsches Musical“ auf dem Programm. Ursprünglich waren dabei Szenen im Publikum geplant, die nun Corona-gerecht auf der Bühne stattfinden werden. Mirko Bäumer tritt am Dienstag, 20. Oktober, auf. Am Freitag, 23. Oktober, nehmen die Musiker von „Rubbel die Katz“ das Publikum mit auf eine „Kölsche Zeitreise“. Der Auftritt der Poetry­slammerin Rita Apel mit ihrem Programm „Ich würd’s mir anschauen“ am Sonntag, 1. November, sei ihr persönliches Highlight, meint Sabine Rogawski. „Sie hat einen ganz intelligenten Humor.“

Hygienekonzept mit Abstand und Gästelisten

Damit das Kulturjedöns reibungslos stattfinden kann, haben die Rogawskis und das Ehepaar Dörper ein Hygienekonzept entwickelt. Anstelle von Tischen und Stühlen werden die knapp 200 Zuschauer in Reihen sitzen. Essen gibt es während der Veranstaltungen nicht, Getränke nur in der Pause. Nach vorheriger Reservierung können die Gäste vor den Veranstaltungen im Gastraum essen. Da es beim Kulturjedöns für jeden Abend eine Gästeliste gibt, müssen vor Ort keine Personalien mehr angegeben werden. „Wenn sich alle an die Regeln halten, ist es sicher“, meint Sabine Rogawski.

Die Corona-Zeit sei für sie ein Schock gewesen. Als Gastronomiebetreiber müsse man aber immer flexibel bleiben und ständig weiterdenken, so die Seelscheiderin. Kurz nachdem Restaurants schließen mussten, hatte das Ehepaar auf einen Lieferservice umgestellt. Seit Mai läuft wieder der reguläre Restaurantbetrieb. Damit mehr Gäste im Freien sitzen können, haben die Gastwirte den Außenbereich gegenüber der Gaststätte dazugepachtet. Sabine Rogawski: „Wir möchten die Leute bekochen, aber unter Einhalten jeglicher Sicherheit.“

Weitere Informationen zum Kulturjedöns und Eintrittskarten gibt es online auf gasthof-roettgen.de.