Pfarrer Albrecht Roebke Die Notfallseelsorge ist seine Hauptaufgabe

RHEIN-SIEG-KREIS · Mit Kürbissen, Blumen und Körben voller Lebensmittel dekoriert wirkte die sonst eher schlichte evangelische Kirche in Seelscheid bunt, fröhlich und einladend.

Feierlicher Gottesdienst: Superintendent Reinhard Bartha mit Notfallseelsorger Albrecht Roebke (links).

Feierlicher Gottesdienst: Superintendent Reinhard Bartha mit Notfallseelsorger Albrecht Roebke (links).

Foto: Franziska Jünger

Am Sonntagnachmittag hatte die Gemeinde zweierlei zu feiern: das Erntedankfest und die Einführung von Pfarrer Albrecht Roebke als Notfallseelsorger für die Region sowie als Unterstützer für den Pfarrdienst in Seelscheid.

Der 45-Jährige hatte sich bereits zuvor neben seiner Tätigkeit als Religionslehrer und Seelsorger am Berufskolleg Hennef mehr als zehn Jahre lang ehrenamtlich im Team der Notfallseelsorge für den Rhein-Sieg-Kreis und Bonn engagiert.

Auf Dauer war das jedoch nicht vereinbar. Aufgrund der großen Nachfrage schlossen sich die evangelischen Kirchenkreise Rhein-Sieg, Bad Godesberg-Voreifel und Bonn zusammen, um die erste Vollzeitstelle für die Notfallseelsorge in der Umgebung zu schaffen.

"Ich ziehe meinen Hut davor, was Pfarrer Roebke in den letzten Jahren ehrenamtlich geleistet hat. Für seine neuen Aufgaben wünsche ich ihm die Kraft Gottes", sagte Superintendent Reinhard Bartha, der gemeinsam mit Pfarrer Carsten Schleef den Gottesdienst feierte und Roebke offiziell einführte.

Der ehemalige Religionslehrer war sichtlich gerührt und appellierte in seiner Ansprache an die Kraft der Liebe: "Nichts ist so wichtig wie ein Schatz. Unser Schatz ist die Nächstenliebe und die Liebe zu Gott."

Dreiviertel seiner Zeit wird er in der Notfallseelsorge arbeiten, seine übrige Arbeitskraft stellt er in den Dienst der Seelscheider Gemeinde. Dabei wolle er vor allem die Themen Ökumene und Inklusion weiter voranbringen. "Das Zusammenführen von behinderten und nichtbehinderten Menschen als gleichwertige Mitglieder unserer Gemeinde ist ein christliches Thema", sagte Roebke.

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