Großübung mit 30 Verletzten Fast 200 Rettungskräfte üben in Lohmar für den Ernstfall

Lohmar · Um die Zusammenarbeit von Feuerkräften und Einheiten des Deutschen Roten Kreuzes zu verbessern, haben knapp 200 Rettungskräfte aus der Region am Samstag bei einer Großübung in Lohmar für den Ernstfall trainiert.

Großübung mit 30 Verletzten: Fast 200 Rettungskräfte üben in Lohmar für den Ernstfall
Foto: Christof Schmoll

Gerade noch feierten mehrere junge Raver bei einer illegalen Party im Castell Steineck in Lohmar-Kreuznaaf ausgelassen eine Raveparty, als sich ein schrecklicher Unfall ereignet und die Party in ein Unglücksszenarium verwandelt: Eine Autofahrerin hatte die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren und war in das Gebäude gerast. Die Folge: Das Fahrzeug geht in Flammen auf, die auch auf das Gebäude übergreifen. Fast 200 Rettungskräfte eilen zum Unglücksort, um die rund 30 Verletzten zu versorgen.

Was nach einem tragischen Unglück klingt, war am Samstagnachmittag lediglich ein ausgedachtes Szenarium für eine Großübung von 190 Kräften der Feuerwehren aus Lohmar und Neunkirchen-Seelscheid sowie DRK-Einheiten aus Lohmar, Hennef, Niederkassel und Windeck.

30 Freiwillige mimten dabei die Verletzten, um die Übung möglichst authentisch zu gestalten. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der einzelnen Einheiten zu trainieren, um für einen echten Ernstfall gewappnet zu sein.

Großübung mit 30 Verletzten: Fast 200 Rettungskräfte üben in Lohmar für den Ernstfall
Foto: Christof Schmoll

Die Aufgabe der Einsatzkräfte war es zunächst, die eingeschlossenen Teilnehmer befreien. Zwei der Raver hatten zudem versucht, einen Hang herunterzuklettern und mussten aus dem steil abschüssigen Gebiet gerettet werden - eine zusätzliche Finesse der Übung.

Während die Feuerwehrkräfte sich um die Verletzten kümmerten, hatten die Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes unter anderem einen Betreuungsplatz eingerichtet, wo die Verletzten versorgt werden konnten.

Das Übungsobjekt war ein seit rund 20 Jahren leer stehendes Gebäude einer früheren Leder-Manufaktur, das später zu einem Schulungszentrum der Ford-Werke umgebaut wurde. Rund drei Stunden dauerte die Großübung.

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