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Leichenfund bei Neunkirchen-Seelscheid: Polizei schließt Fremdverschulden aus

Leichenfund im Wahnbachtal : Polizei schließt Fremdverschulden bei Tod von 25-Jährigem aus

Ein als vermisst gemeldeter 25-Jähriger ist am frühen Samstagmorgen in einem Waldgebiet des Wahnbachtals in Neunkirchen-Seelscheid tot aufgefunden worden. Zwei Tage nach dem Leichenfund hat sich die Polizei zu den Hintergründen geäußert.

Bei dem Tod eines als vermisst gemeldeten 25-jährigen Mannes, dessen Leiche am frühen Samstagmorgen in einem Waldgebiet des Wahnbachtals aufgefunden worden war, ist ein Fremdverschulden auszuschließen. Dies teilte die Polizei am Montagvormittag mit. Es handele sich demnach eindeutig um Suizid.

Nach einer zweistündigen Suchaktion in den Waldgebieten entlang des Wahnbachtals in Neunkirchen-Seelscheid hatte die Polizei in der Nacht zum Samstag gegen 0.30 Uhr den jungen Mann, welcher von seinem Vater als vermisst gemeldet worden war, abseits von Waldwegen tot aufgefunden.

Aufgrund des äußeren Verletzungsbildes, über das aus ermittlungstaktischen Gründen noch keine näheren Angaben gemacht wurden, sei sofort der Tod des Neunkirchen-Seelscheiders ersichtlich gewesen.

An der Suche hatten sich neben zahlreichen Polizisten auch Kräfte einer Rettungshundestaffel und der Vater des 25-Jährigen mit mehreren Jagdkollegen beteiligt. Eine von der Feuerwehr Sankt Augustin angeforderte Drohne kam nicht mehr zum Einsatz.

Nach dem Fund musste die Landesstraße 189 voll gesperrt werden, damit das betreffende Waldstück nahe der Ortschaft Oberwennerscheid an einem Hang oberhalb der Fahrbahn von der örtlichen Feuerwehr ausgeleuchtet werden konnte. Bis in die Morgenstunden dauerten die Untersuchungen der Fundstelle durch die Kripo, einen Gerichtsmediziner und die Spurensicherung an.

Für einen parallelen Einsatz sorgten Hilferufe, die noch nach dem Auffinden des Toten aus naheliegenden Waldstücken drangen, aber aufgrund des Schalls akustisch nicht lokalisiert werden konnten.

Zudem waren knapp zehn Schüsse zu hören, für die keine Begründung vorlag. Um die Geschehnisse aufzuklären, wurde ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt. Trotz stundenlanger Suche über den Wäldern östlich von Seelscheid konnten während der Nacht keine Erkenntnisse über die Hintergründe dieser Wahrnehmungen erlangt werden.