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Lohmar: Auto fährt gegen Laternenmast und Stromverteilerkasten und reißt beide um

Unfall in Lohmar : Auto reißt Laternenmast und Stromverteilerkasten um

In Lohmar ist in der Nacht auf Sonntag ein Auto gegen einen Laternenmast und einen Stromverteiler gefahren. Dabei entstand ein hoher Sachschaden.

Bei einem Unfall in Lohmar entstand in der Nacht auf Sonntag hoher Sachschaden. Gegen 3 Uhr befuhr ein VW Golf GTE die Grünaggerstraße zwischen den Ortsteilen Agger und Honrath. In Höhe des Bahnhofs Jexmühle prallte das Hybrid-Fahrzeug eingangs einer langgezogenen Linkskurve gegen einen Laternenmast sowie einen Stromverteilerkasten und riss beide mit. Der VW kam auf dem umgestürzten Mast zum Stehen, wobei er die Zufahrt zu einem Bahnübergang vollständig blockierte. Die Polizei vermutet, dass der PKW mit überhöhter Geschwindigkeit über eine Bodenschwelle (Berliner Kissen) gesteuert wurde, dabei abhob und von der Fahrbahn abkam.

Über das automatische Notrufsystem des Wagens wurden Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei alarmiert. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte wurden zwei offenbar unverletzte männliche Personen außerhalb des Fahrzeugs angetroffen, darunter der Halter des PKW. Beide machten keine Angaben dazu, wer das Fahrzeug geführt hatte. Laut Polizei waren beide dem Anschein nach deutlich alkoholisiert, verweigerten aber einen Alkoholtest. Der Halter, ein 20-jähriger Lohmarer, wurde zwecks Entnahme einer angeordneten Blutprobe zur Wache nach Siegburg gebracht.

Der Sachschaden ist beträchtlich, insbesondere am fast neuwertigen Hybrid-Fahrzeug, das einen massiven Frontschaden davontrug. Zudem hatten alle Airbags ausgelöst, Unterboden und Räder trugen ebenfalls Schäden davon. Die Laterne und der Stromverteiler wurden vollständig zerstört. Der Sachschaden wird auf zwischen 30.000 und 50.000 Euro geschätzt. Bevor das Fahrzeug geborgen werden konnte, musste der Entstördienst des Stromversorgers die Spannung abschalten. Ein halbes Dutzend Wohnhäuser im Umfeld wurden dadurch ebenfalls vom Stromnetz abgeklemmt. Die Polizei ließ den VW als Spurenträger sicherstellen. Anhand von DNA-Rückständen auf dem Airbag soll die Identität des Fahrers nachträglich im Labor geklärt werden.