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Zwei 28-Jährige festgenommen : Mordkommission ermittelt nach Leichenfund in Lohmar

Zwei 28-Jährige festgenommen : Mordkommission ermittelt nach Leichenfund in Lohmar

In einer Asylunterkunft in Lohmar hat die Polizei einen Toten gefunden. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen und zwei Männer festgenommen.

Die Polizei hat am Mittwoch einen leblosen Mann in einer Asylunterkunft in Lohmar gefunden. Ein Notarzt konnte vor Ort nur noch den Tod des 45-Jährigen feststellen. Wie die Bonner Polizei mitteilte, ist eine Mordkommission eingerichtet worden. Sie hat gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen.

An die Wohnanschrift des 45-Jährigen kamen die Beamten im Zuge eines Einsatzes, der sich am frühen Mittwochmorgen gegen 6.40 Uhr in Siegburg ereignet hatte. Ein Passant hatte die Polizei per Notruf über zwei möglicherweise angetrunkene Personen informiert, die aus Richtung der B484 kommend zu Fuß in Richtung Aulgasse unterwegs waren. Eine Streifenwagenbesatzung traf vor Ort einen 28-Jährigen an, der Verletzungen am Oberkörper aufwies. Ein Notarzt versorgte ihn, bevor er in ein Krankenhaus kam.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen im Bereich des Wohnumfelds des 28-Jährigen, der laut Polizei in der Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes in Sankt Augustin lebt, hätten sich schließlich Ermittlungsansätze mit Blick auf den Begleiter des Verletzten ergeben. Im Anschluss suchten Polizisten die Wohnung des 45-Jährigen in der Asylunterkunft auf, der nach Zeugenaussagen Kontakt zu dem Verletzten gehabt haben soll. Dort fanden die Einsatzkräfte ihn leblos auf.

Zwei Festnahmen

Nach den ersten Ermittlungen nahm die Polizei den zuvor ins Krankenhaus gebrachten 28-Jährigen vorläufig fest. Darüber hinaus wurde ein weiterer 28-Jähriger, bei dem es sich um den Begleiter des Tatverdächtigen gehandelt haben dürfte, ebenfalls vorläufig festgenommen.

Aufgrund der Gesamtumstände wurde eine Mordkommission unter Leitung des Ersten Kriminalhauptkommissars Michael Brück eingerichtet. Sie hat die Ermittlungen in enger Abstimmung mit Oberstaatsanwältin Claudia Heitmann aufgenommen.

(ga)