Neue Rettungswagen Siegburg, Troisdorf, Königswinter und der Kreis kaufen gemeinsam ein

Rhein-Sieg-Kreis · Zum ersten Mal kaufen Troisdorf, Siegburg und Königswinter zusammen mit dem Rhein-Sieg-Kreis neue Rettungs- und Notarztwagen ein. Das soll nicht nur Geld sparen.

Die ersten der gemeinsam angeschafften Notarzt- und Rettungswagen sind bereits da.

Die ersten der gemeinsam angeschafften Notarzt- und Rettungswagen sind bereits da.

Foto: Tim Werner

Zum ersten Mal schaffen Siegburg, Troisdorf und Königswinter gemeinsam mit dem Rhein-Sieg-Kreis Rettungs- und Notarztwagen an. Damit wollen die beteiligten Städte und der Kreis zum einen Geld sparen, zum anderen soll es sie auch dem Ziel näher bringen, ein gemeinsames Fahrzeugkonzept zu entwickeln. Mit der ersten Ausschreibung werden zwölf Notarzteinsatzfahrzeuge und 26 Rettungswagen angeschafft.

Sechs Notarzteinsatzfahrzeuge und 18 Rettungswagen sollen in den Rettungswachen des Rhein-Sieg-Kreises zum Einsatz kommen, je zwei Notarzteinsatzfahrzeuge in Siegburg, Troisdorf und Königswinter, außerdem zwei Rettungswagen in Siegburg und sechs in Königswinter. Alle Wagen sind gleich ausgestattet. Das soll nicht nur die Schulung und Ausbildung des Personals einfacher machen, sondern auch die Zusammenarbeit von Rettungswagenbesatzungen und Notärzten erleichtern.

Die neuen Fahrzeuge haben aber auch technische Neuerungen. Dazu gehören elektrohydraulische Fahrtragensysteme und Vorrüstungen für ein Telenotarztsystem. Hier wird der Notarzt aus der Zentrale in den Krankentransport zugeschaltet und muss nicht mehr bei jedem Rettungseinsatz vor Ort sein. Das dafür notwendige Netzwerk entsteht im Rhein-Sieg-Kreis gerade. „Kooperation und technische Neuerung gehen Hand in Hand“, so Landrat Sebastian Schuster.

Optimierte Fahrzeuge

Schuster betonte bei der Vorstellung außerdem die Notwendigkeit der Fahrzeuge. „All das kommt vor allem den Bürgern insbesondere bei der notärztlichen Betreuung und Rettung zu Gute“, sagte er. Auch Lutz Wagner, Bürgermeister in Königswinter, stellte die Vorzüge heraus: „Das Zusammenziehen von Sachverstand führt zu optimierten Fahrzeugen.“

Neue Rettungs- und Notarztwagen anzuschaffen, wird regelmäßig fällig: im Durchschnitt nach fünf Jahren oder einer Fahrleistung von etwa 200.000 Kilometern. Die sind bisweilen schnell erreicht. „Durch die begrenzten Aufnahmekapazitäten der Krankenhäuser müssen oftmals weite Strecken mit den Patienten gefahren werden“, sagt Torsten Becker, der Leiter der Feuerwehr in Siegburg. Ein Rettungswagen lege in einer Woche ungefähr eine Strecke von 1000 Kilometer zurück, Notärzte fahren sogar bis zu 2000 Kilometer pro Woche. Ein neues Notarzteinsatzfahrzeug kostet rund 129.000 Euro, ein Rettungswagen etwa 250.000 Euro.

Die Grundlage der gemeinsamen Ausschreibung waren Kooperationsvereinbarungen des Rhein-Sieg-Kreises mit den drei Städten aus 2022. Dem Rhein-Sieg-Kreis oblag, auch in Stellvertretung für die Städte, die Federführung bei der Ausschreibung. Der Landkreis ist Träger des gesamten Rettungsdienstes. Neben dem Rhein-Sieg-Kreis sind auch die großen und, so sie die Aufgabe gemäß Rettungsdienstbedarfsplan wahrnehmen, mittleren kreisangehörigen Städte Träger von Rettungswachen. Dies sind Hennef, Königswinter, Lohmar, Niederkassel, Siegburg und Troisdorf. In Trägerschaft des Rhein-Sieg-Kreises befinden sich zehn Rettungswachen: Bornheim, Eitorf, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Rheinbach, Ruppichteroth, Sankt Augustin, Swisttal, Wachtberg, Windeck.

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