Rund 400 Menschen haben am Donnerstagabend in Seelscheid ein deutliches Zeichen gegen Gewalt gesetzt. Vor rund zwei Wochen hat die Gaststätte „Haus im Park“ in Neunkirchen-Seelscheid gebrannt. Die Polizei geht davon aus, dass der Brand gelegt wurde. Zwei Menschen wurden verletzt. Bereits Anfang Juli kam es an einer Bushaltestelle in Seelscheid zu einem Vorfall mit einer Schusswaffe. In beiden Fällen ermittelt der Staatsschutz wegen des Verdachts auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Um Solidarität mit den Opfern zu zeigen, hatte die Initiative „Neunkirchen-Seelscheid ist bunt: Gemeinsam für Vielfalt und Demokratie“ zu einer Menschenkette aufgerufen.
Die sollte von einem Tatort zum anderen reichen und tat es auch, obwohl zwischen Aufruf und Realisierung nur wenige Tage lagen. 400 Menschen zeigten zwischen der Bushaltestelle „Seelscheid Post“ und dem „Haus im Park“ Solidarität mit den Opfern der mutmaßlichen Anschläge. Die Menschenkette endete mit einer kurzen Kundgebung neben dem geschlossenen Restaurant.