Nach Brand in Gaststätte 400 Menschen bilden Kette gegen Gewalt in Seelscheid

Neunkirchen-Seelscheid · Von der Bushaltestelle bis zum Haus im Park zog sich die Menschenkette, zu der die Initiative „Neunkirchen-Seelscheid ist bunt“ aufgerufen hatte. Anlass waren zwei Vorfälle, zu denen der Staatsschutz ermittelt.

400 Menschen folgten der Einladung der Initiative „Neunkirchen-Seelscheid ist bunt“.

Foto: Christof Schmoll

Rund 400 Menschen haben am Donnerstagabend in Seelscheid ein deutliches Zeichen gegen Gewalt gesetzt. Vor rund zwei Wochen hat die Gaststätte „Haus im Park“ in Neunkirchen-Seelscheid gebrannt. Die Polizei geht davon aus, dass der Brand gelegt wurde. Zwei Menschen wurden verletzt. Bereits Anfang Juli kam es an einer Bushaltestelle in Seelscheid zu einem Vorfall mit einer Schusswaffe. In beiden Fällen ermittelt der Staatsschutz wegen des Verdachts auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Um Solidarität mit den Opfern zu zeigen, hatte die Initiative „Neunkirchen-Seelscheid ist bunt: Gemeinsam für Vielfalt und Demokratie“ zu einer Menschenkette aufgerufen.

Die sollte von einem Tatort zum anderen reichen und tat es auch, obwohl zwischen Aufruf und Realisierung nur wenige Tage lagen. 400 Menschen zeigten zwischen der Bushaltestelle „Seelscheid Post“ und dem „Haus im Park“ Solidarität mit den Opfern der mutmaßlichen Anschläge. Die Menschenkette endete mit einer kurzen Kundgebung neben dem geschlossenen Restaurant.