Bei Rettungsdienst-Einsatz Spezialkräfte rücken wegen Bedrohungslage nach Windeck aus

Update | Windeck · Weil ein Mann einen internistischen Notfall hatte, ist der Rettungsdienst am Montagabend nach Windeck gerufen worden. Der Mann soll die Einsatzkräfte bedroht haben, woraufhin die Polizei ausrücken musste.

Die Polizei war am Montagabend in Windeck im Einsatz. (Symbolfoto)

Die Polizei war am Montagabend in Windeck im Einsatz. (Symbolfoto)

Foto: dpa/Daniel Karmann

Weil ein Mann Rettungskräften mit Waffen gedroht hat, sind Spezialkräfte der Polizei am Montagabend nach Windeck-Lüttershausen ausgerückt. Wie die Polizei mitteilt, habe die Tochter des 81-Jährigen den Notruf gewählt, weil dieser einen augenscheinlich verwirrten Eindruck gemacht habe. Die Tochter habe den Verdacht geäußert, dass der 81-jährige Diabetiker möglicherweise unterzuckert sei. Ein Notarzt sowie ein Rettungswagen seien dann zur Wohnanschrift des Seniors geschickt worden.

Den Angaben der Einsatzkräfte nach habe der 81-Jährige deutliche Anzeichen der Verwirrtheit gezeigt. Eine medizinische Behandlung habe er abgelehnt und drohte den Rettungskräften Gewalt an. Da der Mann legalen Zugriff auf Jagdwaffen hat, verließen die Einsatzkräfte und die Tochter das Haus.

Die Polizei habe mit „allen verfügbaren Streifenwagen“ das Haus umstellt und Einsatzkräfte aus den umliegenden Behörden zur Unterstützung gefordert, heißt es weiter. Da der Mann auf die Ansprache der Polizei nicht reagiert habe und sein Verhalten nicht berechenbar gewesen sei, wurden Spezialeinsatzkräfte sowie die Verhandlungsgruppe der Polizei angefordert.

Gegen 20.20 Uhr konnte der 81-Jährige von den Spezialkräften in seiner Wohnung festgesetzt werden. Der Senior sei dabei nicht verletzt worden. Die Rettungskräfte brachten ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Bei der Durchsuchung des Hauses wurden mehrere Jagdwaffen gefunden und von der Polizei sichergestellt.

(ga)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort