1. Region
  2. Sieg & Rhein
  3. Mehr von Sieg & Rhein

Windeck: Verdacht der versuchten schweren Brandstiftung - Staatsschutz ermittelt

Feuer in Windeck : Weitere Ermittlungen nach versuchter schwerer Brandstiftung

Ein Gebäudeanbau und ein Schuppen standen in der Nacht zu Sonntag in Windeck in Flammen. Die ersten Ermittlungen gaben Hinweise auf eine mögliche fremdenfeindliche Motivation. Am Montag war ein Brandsachverständiger vor Ort.

Ein Brandsachverständiger ging laut Polizei am Montag auf Spurensuche in dem Windecker Gebäude, das in der Nacht zu Sonntag gebrannt hatte. Gegen 0.55 Uhr am Sonntag war der Polizei im Rhein-Sieg-Kreis ein Feuer an der Brehmstraße in Windeck gemeldet worden. Ein unbewohnter Gebäudeanbau sowie ein Schuppen auf zwei benachbarten Grundstücken standen in Flammen. Die alarmierte Feuerwehr konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen.

Wie die Polizei am Sonntagnachmittag mitteilte, entstand bei dem Feuer ein Schaden in Höhe von 30.000 Euro. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Das Wohnhaus nahm durch den Brand zwar keinen Schaden, jedoch mussten Versorgungsleitungen zum Haus gesperrt werden. Die Anwohner, eine 39-jährige Frau und ihre vier Kinder, mussten deshalb woanders untergebracht werden. Es besteht der Verdacht der versuchten schweren Brandstiftung.

Da sich nach ersten Ermittlungen Hinweise auf eine mögliche fremdenfeindliche Motivation ergaben, wurde eine Ermittlungskommission unter der Führung des Bonner Staatsschutzes eingerichtet. Diese arbeitet in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Bonn zusammen.

Zeugen hatten in der Nacht drei Autos beobachtet, die sich in der nahe gelegenen Rother Straße aufhielten und zeitgleich die Örtlichkeit verließen. Dabei sollen die Insassen beim Losfahren fremdenfeindliche Parolen gerufen haben. Weitere Hinweise auf dieses Fahrzeug wie Fahrzeugtyp oder Kennzeichen konnten sie nicht geben. Die Polizei sucht deshalb auch weiterhin nach Zeugen.

Ob diese als Hinweis auf eine mögliche fremdenfeindliche Motivation gedeutet wurden oder weitere Erkenntnisse für einen möglicherweise rassistischen Tathintergrund sprechen, erläuterte die Polizei zunächst nicht weiter.

Nach ersten Ermittlungen gibt es bislang keine Hinweise zu Tatverdächtigen. Zeugen die Hinweise zum Geschehen oder den flüchtigen Fahrzeugen geben können, sollen sich unter der 0228 - 150 bei den Beamten der Ermittlungskommission melden.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Der General-Anzeiger arbeitet dazu mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Wie die repräsentativen Umfragen funktionieren und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

(ga)