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Mondorfer Strandfest: Adrenalinschübe auf dem "Take off"

Mondorfer Strandfest : Adrenalinschübe auf dem "Take off"

Es roch nach gebrannten Mandeln, frischen Waffeln und Grillwürsten in der Provinzialstraße am Sonntagnachmittag. Zwischen den vielen Flohmarktständen drängten sich Menschenmassen Richtung Rhein, um beim Mondorder Strandfest die Volksfeststimmung zu genießen.

Vor allem die Kinder kamen bei den vielen Fahrgeschäften auf ihre Kosten. Spätestens seit dem Fassanstich am Freitagabend waren die Veranstalter im Großeinsatz. "Fünf der rund 40 Helfer sind hier jeden Tag auf dem Platz", berichtete Holger Eicke, Geschäftsführer des Turn- und Spielvereins (TuS) Mondorf.

Die kleine Crew - bestehend aus dem TuS Mondorf, dessen Förderverein und dem Männergesangsverein - trifft sich an den Festtagen morgens um 8.30 Uhr zum Aufräumen. Der Dienst dauert bis tief in die Nacht. Er endet mit dem Abrechnen und Abschließen, bevor dann der wohlverdiente, aber kurze Schlaf ansteht. Allen voran ist seit 31 Jahren Hans-Georg Florin für den reibungslosen Ablauf verantwortlich.

Schon Wochen vorher ist er der am besten informierte Mann, wenn es um Wetterprognosen geht. Für dieses Jahr sorgte das Azorenhoch, von dessen Einfluss auch Mondorf profitierte, für bestes Strandfest-Wetter. Nur gestern gab es einige Regengüsse.

Aber auch ohne Unwetter ist die Planung des Traditionsfestes, das zum 81. Mal über Pfingsten in Mondorf gefeiert wurde, ein Kraftakt, den die Stadt und der Bauhof bewältigen müssen. Über 20 Bänke und 30 bis 40 Verkehrsschilder müssen abgebaut werden, um Platz für die Schausteller zu schaffen.

Nach dem Fest werden sie wieder aufgestellt. Florin ist selbst Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Strom, Wasser und Abwasser für rund 40 riesige Wohnwagen der Schausteller müssen bereit gehalten werden. Sie schlagen ihre Zelte bereits am Montag vor Pfingsten am Rheinufer. Dann müssen Arbeitsgruppen aufgeteilt werden, ob für den Ausschank, als Gläser-Sammler oder für die Kasse. Neben den Vereinen ist Peter Barth für die Bestückung mit Fahrgeschäften verantwortlich.

Dieses Jahr neu im Angebot waren die Schlauchboot-Tiere mit Elektromotor, die von den Kindern im Wasser-Bassin gesteuert wurden. Franz-Josef Keuter aus Düren war mit seinem Kettenkarussell bereits zum siebten Mal in Mondorf dabei, dieses Jahr auch mit den Kinderbooten. Die Kinder und oft ihre Väter hatten Spaß sowohl auf der Piratenrutsche als auch an den drei Karussells. Für Wagemutigere gab es den "Booster" und den "Take off", die beide für Adrenalin-Schübe sorgten. Auch in diesem Jahr markierte das Feuerwerk Samstagnacht den Höhepunkt des Festes.