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Neues Wohngebiet in Niederkassel: Bewerbungen für einen Platz „Im Obstgarten“ starten bis Sommer

Neues Wohngebiet in Niederkassel : Bewerbungen für einen Platz „Im Obstgarten“ starten bis Sommer

Am Ostrand von Niederkassel-Rheidt entsteht ein neues Wohngebiet. Das Bebauungsplanverfahren soll voraussichtlich im Februar abgeschlossen werden.

Die Vorbereitungen für das geplante Wohngebiet an der Litauer Straße und am Gladiolenweg am Ostrand von Rheidt sind auf der Zielgeraden. Eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes, um aus heutigen Acker- und Grünflächen Bauland zu machen, hat der Rat der Stadt Niederkassel im Dezember verabschiedet. Parallel dazu laufen derzeit die Arbeiten, den noch im Entwurf vorliegenden Bebauungsplan 158 Rh zur Beschlussreife zu bringen. Im Bebauungsplan werden Grundstücksgrößen und -zuschnitte, Freiräume sowie Art, Anzahl und Höhe der Wohnbebauung festgesetzt.

Noch im Februar soll das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen werden, bestätigte die Stadtentwicklungsgesellschaft Niederkassel (SEG), die später die Vermarktung der Flächen übernehmen wird, auf Nachfrage. Das von vielen Interessenten erwartete Bewerbungsverfahren für die begehrten Grundstücke, das eigentlich bereits im November vergangenen Jahres mit einer Umfrage hätte beginnen sollen, ist nun für die „erste Jahreshälfte 2021“ angekündigt worden. In einem dreistufigen Verfahren könnten sich mögliche Käufer nach „sozio-ökonomischen Kriterien“ um Bauland bewerben. Bei Auswahl durch die SEG könnten Bewerber dann einen Gestaltungsentwurf für ihre Immobilie erstellen lassen, ehe im dritten Schritt ein Notarvertrag unterzeichnet würde. Näheres dazu will die Stadtentwicklungsgesellschaft voraussichtlich im Februar bekannt geben.

Änderung des Flächennutzungsplans liegt Bezirksregierung vor

Damit aus dem Acker überhaupt Bauland wird, wurde der Flächennutzungsplan nun geändert und der Bezirksregierung zur Genehmigung vorgelegt. Wie bei derartigen Änderungen üblich, hatte die Stadt die Öffentlichkeit um Einwände, Kritik oder Bedenken gebeten. Lediglich ein Bürger meldete sich und forderte, den Grünstreifen zwischen Marktstraße und Friesenstraße sowie eine Baumgruppe zu einem angrenzenden Gewerbebetrieb zu erhalten. Da die Flächen zwischen den beiden Straßen schon erschlossen sind oder leicht erschließbar wären, hat die Stadt diesen Bereich in ihre Pläne für die Schaffung von Bauland einbezogen.

Insgesamt ist das beplante Bauland seit dem ursprünglichen Ratsbeschluss zur Schaffung des Baulandes vom Dezember 2019 noch einmal um 0,9 Hektar auf nun 6,8 Hektar gewachsen. Das Wohngebiet selbst wird mit Einzel-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern mit überwiegend zwei Vollgeschossen bebaut. „Ziel der Stadtplanung ist es, dass das Wohngebiet ,Im Obstgarten’ sich gut an die Bestandsbebauung anfügt und zudem eine eigene Identität als Quartier entwickelt. Kleine, ruhige Stichwege ermöglichen vertraute und private Nachbarschaften und ein aktives Zusammenleben von Kindern und Erwachsenen“, wirbt die Stadtentwicklungsgesellschaft im Internet.

Das Quartier wird dabei in vier Bereiche mit jeweils einheitlichen Vorgaben für Dachformen eingeteilt. Im Herzen des Quartiers wird es einen großen Spielplatz geben. Angrenzend an das neue Wohngebiet wird eine Kindertagesstätte mit sechs Gruppen gebaut, die im Herbst/Winter 2022 ihren Betrieb aufnehmen soll. Informationen zum Wohngebiet und zum Bewerbungsverfahren sind bislang fast ausschließlich im Internet unter www.SEG-Niederkassel.de abrufbar.