Stadtmitte von Niederkassel Bürger diskutierten über Ortszentrum

NIEDERKASSEL · Reges Interesse herrschte an dem Thema, das sich die CDU-Fraktion für ihren Bürgerabend unter dem Motto "CDU vor Ort" ausgesucht hatte. Der Ratssaal im Rathaus war mit rund 30 Gästen gut besetzt und das Informationsbedürfnis zum neuen Einkaufszentrum im Herzen des Ortsteils Niederkassel an der Ecke Spicher Straße/Hauptstraße ungebrochen.

Fraktionschef Marcus Kitz erläuterte die Pläne der EKC-Gruppe (Einkaufscenter), die aus Niederkassel kommt. Seit den Sommerferien sei man mit dieser Investorengruppe im Gespräch, erzählte Kitz. Angesichts der grundsätzlichen Einigung auf das vorgestellte Modell mit Rewe und vermutlich Rossmann als Ankermärkten sowie sieben kleineren Geschäften und Dienstleistern drum herum, könne nun mit dem Häuserabriss an dieser unansehnlichen Stelle voraussichtlich im März begonnen werden.

Die Zuhörer erfuhren auch Hintergrundinformationen. So sei zum Beispiel Edeka, der bereits vor Ort ansässig sei, erste Wahl gewesen. "Edeka wollte mehr Quadratmeter, so dass wir die kleinen Geschäfte nicht hätten umsetzen können", informierte Kitz. Auch die enge Hauptstraße soll entlang der Geschäftsfront verbreitert werden.

Voraussetzung für die Umsetzung der jetzt vorgestellten Pläne, für die die Investoren rund zwölf Millionen Euro in die Hand nehmen, ist jedoch, dass im hinteren Teil noch zwei Grundstücke erworben werden können. Die derzeitige Eigentümerin sei dazu bereit, so die Stadt.

Aus den Reihen der Zuhörer gab es daran jedoch erhebliche Zweifel. Bürgermeister Stephan Vehreschild sprach davon, dass es eine Einigung gebe, wenn auch noch keine Kaufverträge. Kitz ergänzte, dass man in den letzten Jahren mit einigen Verwirrspielen habe zurechtkommen müssen. "Sollte der Kaufvertrag nicht zustande kommen, fällt das Zentrum eben kleiner aus", stellte Vehreschild fest. Dann gebe es nur noch den Vollsortimenter und den Drogeriemarkt sowie ein zusätzliches Geschäft.

"Das ist städtebaulich weniger charmant", kommentierte der Bürgermeister den Plan B, falls die Verhandlungen mit der Eigentümerin scheitern sollten. Wermutstropfen der Pläne: Edeka wird schließen, VR-Bank und Apotheke ziehen lediglich um und werden an anderer Stelle Leerstände produzieren. Weiteres Thema an diesem Abend war die Freizeitnutzung einer der beiden Seen entweder zwischen Niederkassel und Uckendorf oder bei Mondorf. "Eine Entscheidung hierzu wird in 2014 nicht mehr fallen", stellte Kitz fest. Zwar sei der Mondorfer See gut geeignet sowohl zum Schwimmen als auch zum Segeln, Wasserski fahren oder Tauchen.

Der Mondorfer See falle jedoch auch unter das Hoheitsrecht der Stadt Troisdorf und die wolle sich vor der Kommunalwahl im Mai nicht entscheiden. Zudem soll das Areal verpachtet und bewirtschaftet werden, damit der See nicht wie zum Beispiel der Rotter See so stark belastet werde. Es sei jedoch schwierig, geeignete Pächter zu finden.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort