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Kommunalwahl in Niederkassel: CDU zeigt schon Wochen vor den anderen Parteien Flagge

Kommunalwahl in Niederkassel : CDU zeigt schon Wochen vor den anderen Parteien Flagge

Die Wahlen am 25. Mai rücken näher. Da wundert es nicht, dass allerorten schon die Wahlplakate hängen. Programmatisches oder Personen werden präsentiert und dem Wähler empfohlen. Etwas einseitig gestaltet sich jedoch der Wahlkampf aktuell in Niederkassel. Schon seit fast zwei Wochen strahlen an allen Hauptverkehrsachsen nur zwei Gesichter von Bäumen und Laternenpfählen.

Das sind einmal Bürgermeister Stephan Vehreschild, der sich bei der Bürgermeisterwahl, die zeitgleich zur Kommunalwahl ansteht, erneut um das höchste Amt im Rathaus bewirbt und zum Zweiten der aktuelle CDU-Fraktionschef Marcus Kitz, der gerne wieder in den Kreistag möchte.

Meist sind beide in geballter Form, wie zum Beispiel entlang der Rheidter Straße, zu sehen. Es ist bekannt, dass die Christdemokraten - wie zuletzt - als klarer Favorit in die Wahl in Niederkassel gehen. Dennoch: Zur absoluten Mehrheit hat es bei der vergangenen Kommunalwahl nicht ganz gereicht. Es gibt sie also auch in Niederkassel noch: die Opposition, vertreten im Rat durch SPD, FDP und Grüne, auch wenn die sich derzeit mit ihrer Wahlwerbung noch bedeckt halten.

Friedrich Reusch, Fraktionsvize und Sprecher der SPD, informiert warum: "Auch den Sozialdemokraten wird man demnächst auf den Straßen der Stadt begegnen, aber noch nicht an den Laternenpfählen und Chausseebäumen", schreibt er in einer Pressemitteilung. "Lasst uns die Osterzeit ungestört genießen", begründet dies der SPD-Wahlkampfleiter und Ratskandidat Matthias Großgarten.

Die Sozialdemokraten finden, dass die Plakate noch lange genug zu sehen seien, wenn sie nach Ostern aufgehängt werden. Auch die Grünen haben sich bereits gefragt, warum schon jetzt die Plakate der Christdemokraten hängen. Das beschäftigte die Fraktionsvorsitzende Barbara Schlüter im Schulausschuss und sie fragte an, warum sich die CDU nicht an die einmal getroffene Abmachung halte, erst sechs Wochen vor dem Wahltermin zu plakatieren. Die besten Plätze für Plakate habe sie nun schon in Beschlag genommen.

Vehreschild stellte dieses richtig: Eine Vereinbarung dazu gebe es nicht. Die Sechs-Wochen-Regelung sei zwar diskutiert worden - allerdings im Zusammenhang mit der Bundestagswahl. Für den Bürgermeisterkandidaten der Liberalen, Harald Burger, ist das kein Thema zum Aufregen. "Was die CDU macht, ist legal, aber man kann sich natürlich die Frage stellen, ob es sinnvoll ist." Die FDP hänge ihre Wahlplakate erst nach Ostern auf.