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KGS Mondorf: Grundschüler begeistern in der Manege als Nachwuchsartisten

KGS Mondorf : Grundschüler begeistern in der Manege als Nachwuchsartisten

Wer am Wochenende zufällig an der Katholischen Grundschule in Mondorf vorbeikam, rieb meist ungläubig die Augen. Ein riesiges Zirkuszelt stand da auf dem Schulhof, der Duft von Popcorn lag in der Luft, und vor dem Zelt stand eine lange Schlange von Menschen, die allesamt die nächste Vorstellung besuchen wollten.

Doch in Mondorf war kein professioneller Zirkus zu Gast - es waren die Schüler, die ihr Können in der Manege präsentierten. "Wir hatten mit den Zirkus Tausendtraum eine Projektwoche hier, an dessen Ende die vier Vorstellungen als großer Abschluss stehen", sagte Schulleiterin Ursula Zwickler.

Alle Schüler wurden in die Projektwoche integriert und dann auf die Vorstellungen aufgeteilt. Zusammen mit den Zirkuspädagogen wurden vier jeweils zweieinhalb stündige Shows auf die Beine gestellt. Jede Vorstellung im Zirkuszelt war mit jeweils rund 400 Besuchern restlos ausverkauft.

"Wir waren in der Artistengruppe und sind unter anderem auf einem großen Ball durch die Manege gelaufen", sagten die zehnjährige Jasmin und die siebenjährige Hannah. "Am Anfang wurden wir noch festgehalten, aber am Ende konnten wir ganz alleine auf dem Ball laufen", so Jasmin stolz. Marc dagegen trat als Fakir auf. "Ich stand auf dem Nagelbrett und bin über Glas gelaufen", sagte der Neunjährige. Am Anfang habe er noch ein wenig Angst gehabt, aber dann hätten die Artisten ihm den entscheidenden Trick verraten. "Wenn ich mein Gewicht richtig verteile, tut es nicht so weh."

Neben dem Fakir und der Artistengruppe gab es auch Clowns, Jongleure, Seiltänzer und Zauberer. Das Publikum bedachte jede Nummer mit einem riesigen Applaus. "Schon in der ganzen Woche ist hier jeder mit einem Lächeln im Gesicht herumgelaufen. Die Kinder, Eltern und Lehrer sind total begeistert", sagte Schulleiterin Zwickler zwischen den einzelnen Vorstellungen.

Der Zirkus Tausendtraum, allesamt Pädagogen, Sozialarbeiter und Artisten, ist wöchentlich in ganz Deutschland unterwegs, um solche Zirkusworkshops an Schulen zu geben. Finanziert wurde die Projektwoche durch einen Sponsorenlauf der Schüler im vergangenen Jahr. "Auch die Eltern waren in die Woche eingebunden", sagte Barbara Lülsdorf von der Schulpflegschaft. "Sie haben die Trainingsgruppe unterstützt und beim Aufbau des Zeltes geholfen."

Besonders begehrt war bei den Kindern die Zauberei. "Aber letztlich war kein einziges Kind in seiner Gruppe unglücklich", sagte Zwickler. Und diese Freude verbreiteten die 296 Nachwuchsartisten auch stolz und mit ganz wenig Lampenfieber in ihrer Manege.