1. Region
  2. Sieg & Rhein
  3. Niederkassel

Schulzentrum-Nord Niederkassel: Neubau der Schulmensa ist günstiger als Sanierung

Schulzentrum-Nord Niederkassel : Neubau der Schulmensa ist günstiger als Sanierung

Niederkassels Beigeordneter Helmut Esch bringt eine neue Variante für das Schulzentrum-Nord ins Spiel. Die Kosten für die Sanierung des Altbaus werden zu hoch. Eine neue Mensa soll 280 Plätze anbieten.

Eigentlich schien die Erweiterung der Mensa im Niederkasseler Schulzentrum-Nord schon in trockenen Tüchern zu sein. Es ging lediglich noch um Details bei der Innenausstattung, so der Sachstand nach der Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur, Sport und Soziales am 30. März. Das könnte aber doch noch anders werden.

Der Erste Beigeordnete Helmut Esch brachte im Gespräch mit dem GA eine Kehrtwende ins Spiel. „Die Mensa kommt, aber es könnte sein, dass wir uns nicht für die ursprünglich geplante Sanierung und Erweiterung, sondern für einen Neubau entscheiden“, sagte Esch. Der Grund für die mögliche Planänderung: „Die Sanierung wurde immer teurer.“

Ursprünglich sollte die Erweiterung der bisherigen Mensa von derzeit 150 auf dann 280 Plätze rund 1,5 Millionen Euro kosten. Inzwischen sind die Kosten schon auf 2,3 Millionen Euro angestiegen, wie die Kalkulation der Verwaltung belegt. Das ist zwar immer noch günstiger als ein Mensaneubau. „So langsam kommen wir jedoch an einen Wendepunkt“, führte Esch aus. Der Mensaneubau würde zwischen 2,5 und 2,8 Millionen Euro kosten, wenn man von den 280 Sitzplätzen ausgeht.

Mögliche neue Klassenräume über dem Neubau

Vorteil der Neubaulösung ist, dass man die Räume in der jetzigen Mensa komplett als zusätzliche Schulräume nutzen könnte, was angesichts der wachsenden Gesamtschule nötig wird. Auch müsse man die Option offen halten, dass möglicherweise über dem Neubau der Mensa noch weitere Klassenräume wegen des erhöhten Bedarfs gebaut werden, sagte Esch weiter. „Der Schulentwicklungsplan wird derzeit überarbeitet, so dass wir in ungefähr zwei Monaten auf der Grundlage der neuen Zahlen planen können“, ergänzte Esch.

Bis es so weit ist, und bis der Neubau steht, will die Stadt Provisorien schaffen. „Das könnte ein beheiztes Zelt zur Essensausgabe sein oder aber auch die Rotunde, die wir übergangsweise dazu nutzen könnten“, erklärte die Verwaltung. „Es kann sein, dass sich dadurch die Abläufe etwas ändern und sich die Schüler zum Beispiel etwas früher entscheiden müssen, was sie essen möchten“, sagte Esch.

Zum Standort der neuen Mensa gibt es derzeit noch keine konkreten Vorstellungen. Auch hier muss man abwarten, wie das Ergebnis des Schulentwicklungsplans aussieht. Auf jeden Fall entstehe das neue Gebäude auf dem Campus des Schulzentrums und müsse für die Gymnasiasten und Gesamtschüler gut erreichbar sein.

Wie hoch mögliche Zuschüsse für das neue Bauprojekt sein könnten, dazu wollte sich Esch noch nicht äußern. „Das können wir erst abklopfen, wenn wir wissen, wohin die Reise geht“, verweist er auf den noch nicht vorliegende Fortschreibung des Schulentwicklungsplans.

Fakt ist: Der einst angepeilte Zeitplan, nachdem schon im Sommer mit dem Erweiterungsbau begonnen werden sollte, wird nicht mehr eingehalten werden.