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Linksrheinische Kommunen: Nur wenige neue Schlaglöcher

Linksrheinische Kommunen : Nur wenige neue Schlaglöcher

Der milde Winter hat die Straßen im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis geschont. Denn im Vergleich zu den Vorjahren blieben Minustemperaturen sowie ein Wechsel zwischen Kälte- und Tauperioden weitestgehend aus, sodass die Straßen nur wenige neue Schlaglöcher aufweisen.

Meckenheim

"Das Straßennetz in Meckenheim befindet sich in einem guten Zustand. Straßenschäden beseitigen wir umgehend", sagt Marion Lübbehüsen, Pressesprecherin der Stadt Meckenheim. Diese Arbeiten werden in der Altstadt vom städtischen Baubetriebshof und im restlichen Stadtgebiet von einer Vertragsfirma ausgeführt.

Schlaglöcher und Schäden können die Meckenheimer Bürger der Stadtverwaltung melden. Außerdem gibt es laut Stadt regelmäßige Streckenkontrollen. Eine Statistik über Schlaglöcher führt die Stadt Meckenheim nicht. Das Straßen- und Wegenetz hat eine Länge von rund 114 Kilometern. Hinzu kommen 65 Kilometer befestigte und 76 Kilometer unbefestigte Wirtschaftswege.

Rheinbach

Die Verkehrsfläche beläuft sich auf gut 1,7 Millionen Quadratmeter. Diese gliedern sich in ein 151 Kilometer langes Straßennetz sowie etwa 320 Kilometer Wirtschaftswege. "Die Schlaglöcher werden bei uns nicht gezählt sondern schnellstmöglich verschlossen", erläutert Rheinbachs Pressesprecher Peter Feuser.

"Die Rheinbacher Straßen werden permanent gepflegt und kontrolliert. Technische Mängel beheben wir bei Unfallgefahren spätestens innerhalb einer Woche", so Feuser. Meldungen über Straßenoberflächenschäden von Bürgern nimmt die Stadt in eine Schadensliste auf und leitet eine Beseitigung durch den städtischen Betriebshof oder ein beauftragtes Fremdunternehmen ein.

Eine abschnittsweise Erneuerung der Verschleißschicht sei aktuell unter anderem in der Kernstadt am Römerkanal, in der Koblenzer Straße und der Kriegerstraße und in der Kaulengasse in Queckenberg vorgesehen und bereits beauftragt.

Swisttal

"Die Gemeinde Swisttal führt kein Schlaglochkataster", sagt Peter Nitschke von der Swisttaler Pressestelle. Schäden würden aber anhand einer Prioritätenliste behoben. "Eine flächendeckende Schadensbehebung ist aus finanziellen Gründen leider nicht umsetzbar", hatte Bürgermeister Eckhard Maack jüngst erklärt. In den Etats der Gemeinde für 2014 und 2015 sind zur Beseitigung kleinerer Straßenschäden und Löcher jeweils etwa 10 000 Euro Materialkosten für Heiß- und Kaltasphalt eingestellt.

Alfter

Das zur Gemeinde Alfter gehörende Straßennetz hat eine Gesamtlänge von etwa 200 Kilometern. Laut Verwaltung sind die Bahnhofstraße in Alfter sowie die Duisdorfer Straße und die Ramelshovener Straße in Witterschlick "Problemstraßen". Für sie bestehen bereits konkrete Sanierungsabsichten.

"Dank des milden Winters können die frostbedingten Schadensereignisse glücklicherweise als sehr gering bezeichnet werden", teilt Bernd Esch, Fachgebietsleiter beim Alfterer Tiefbauamt, mit. Für die kurzfristige Wahrung der Verkehrssicherheit setzen die Mitarbeiter vom Bauhof zur Beseitigung von Schlaglöchern sogenannten Kaltasphalt ein.

Die nachhaltige Reparatur erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt mit Heißasphalt. Dabei sind in der Gemeinde Alfter im Jahr 2013 Materialkosten für 15 Tonnen Kaltasphalt in Höhe von rund 15 000 Euro angefallen. Dem gegenüber steht im Haushaltsjahr 2014 ein Materialbudget in Höhe von 20 000 Euro zur Verfügung.

Bornheim

Auch im Bornheimer Stadtgebiet ist der Stadtbetrieb mit der Reparatur von Straßenoberflächenschäden beschäftigt und saniert monatlich etwa 180 Schlaglöcher. Das Straßennetz umfasst Straßen mit einer Gesamtlänge von etwa 310 Kilometern. Hinzu kommen noch einmal 320 Kilometer Wirtschaftswege. Zu den reparaturanfälligsten Straßen zählt die Stadtverwaltung aktuell den Apostelpfad in Bornheim und den Heerweg zwischen Brenig und Hemmerich.

Aber auch Gehsteige sind von Frostschäden betroffen. Hier sind die Walburgisstraße in Walberberg, der Apostelpfad und die Gartenstraße in Hersel zu nennen. Die Beseitigung eines Schlaglochs kostet im Schnitt 15 Euro. Ulrich Rehbann, Vorstand des Stadtbetriebs Bornheim: "Die Aufwendungen zur Beseitigung von Schlaglöchern beliefen sich für 2013 auf 33 000 Euro. Für die gesamte Straßenunterhaltung sieht der Haushalt 2014 Finanzmittel von 565 000 Euro vor."

Straßen- und Gehwegschäden werden dabei durch kontinuierliche Straßenkontrollen der Mitarbeiter, aber auch durch Hinweise der Anwohner registriert und im Anschluss daran beseitigt.