Kommentar Politischer Lärm

Den Gyrocoptern am Flugplatz Hangelar geht es mal wieder an den Kragen. Die umstrittenen und nervenden Fluggeräte sollen "weg", wie es der SPD-Fraktionsvorsitzende Marc Knülle ausdrückt und Bürgerinitiativen fordern.

Ganz so einfach, wie es sich der Sozialdemokrat vorstellt, ist das aber nicht. Die Flugplatzgesellschaft ist nach der derzeit gültigen Betriebsgenehmigung verpflichtet, diesen sicher nervenden "Spaßfliegern" ein Start- und Landerecht einzuräumen und hat durchaus schon einiges getan, um den Lärm zu reduzieren.

So sind alle zehn am Flugplatz Hangelar angesiedelten Gyrocopter mit leisen Motoren ausgestattet worden, und zusätzliche werden nicht mehr zugelassen.

Ob das ausreicht, mag man bezweifeln, und das Ansinnen der SPD ist nachvollziehbar, mal nachzufragen, was, wie und von wem in Sachen Lärmreduzierung geprüft worden ist und welche Entscheidungswege möglich sind.

Der CDU allerdings vorzuwerfen, sie würde Lärmschutz-Aktivitäten lediglich vortäuschen und die Bürger hinhalten, ist nichts anderes als kommunalpolitischer Lärm. Auch die CDU hat immer gesagt, dass sie möglichst wenig Fluglärm haben will, freilich im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten.

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