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Huma in Sankt Augustin: „8sam on the wall“ gegen Rassismus und Extremismus

Huma in Sankt Augustin : „8sam on the wall“ gegen Rassismus und Extremismus

Auf der 80 Meter langen Huma-Mauer in Sankt Augustin entsteht ein Graffiti-Kunstwerk gegen Rassismus und Extremismus der Toleranz-AG im AEG.

Es ist bunt geworden auf der einst grauen Mauerwand entlang des Huma-Parks an der Südstraße. Dort entsteht ein Kunstwerk der Toleranz AG am Albert-Einstein-Gymnasium (AEG). Mehr als 30 Schüler beteiligen sich an der Gestaltung und haben schon jetzt mehr als 300 Sprühdosen geleert. Der Graffiti-Künstler Markus Salgert setzt als Workshop-Leiter mit den Schülern um, was in der AG erarbeitet wurde. Das Projekt „8sam on the wall“ ist eins von insgesamt elf Projekten, die die Stadt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ unterstützt. Das riesige Kunstwerk soll am 30. Januar vom NRW-Landesminister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, Joachim Stamp, eingeweiht werden. Die Schüler drücken an der 80 Meter langen Wand aus, dass aus der Evolution nicht nur der „Standardmensch“ entsteht, sondern Vielfalt – und die kann an der Wand bestaunt werden. Es gibt Blinde, Rollstuhlfahrer oder Familien mit adoptierten Kindern anderer Hautfarbe. In der bunten Welt küsst der amerikanische Präsident Donald Trump einen Rabbi und Elsa die Eiskönigin eine Muslima. An der Wand prangen der Kölner Dom, eine Moschee, ein buddhistischer Tempel und eine Synagoge. Außerdem gibt es einen instagramfähigen Graffiti-Abschnitt für Selfies. Nach der Fertigstellung wird es auch Flächen geben, auf denen die Besucher bei der Einweihungsfeier ihre Ideen verewigen dürfen. Auch wenn das Projekt schon über mehrere Wochen läuft, noch immer arbeiten zahlreiche Schüler und Schülerinnen der AG an der Vollendung des Kunstwerks. „Dieses Engagement hat mich schon überrascht“, sagt Salgert, der häufig Schulprojekte anbietet. wt