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Ahr, Swist und Erft: Hubschrauber nach Unwetter im Einsatz

Bundespolizeifliegergruppe aus Hangelar : Hubschrauber im Rhein-Sieg-Kreis nach Unwetter im Einsatz

Mehr als 40 Menschen wurden am Donnerstag nach dem Unwetter von Helikoptern gerettet. Die Bundespolizei berichtet von ihren Hubschrauber-Einsätzen an Ahr, Swist und Erft.

Sie standen oder saßen auf Dächern, Carports oder auch nur höher gelegenen Teilen ihrer Grundstücke – aber kamen von dort nicht weg, weil das Wasser zu hoch gestiegen war. Die Rettung für Dutzende dieser Menschen im Katastrophengebiet an Ahr, Swist und Erft: Helikopter von Bundespolizei, Bundeswehr, Landespolizeieinheiten oder der DRF Luftrettung.

Das Gros stellt dabei die in Sankt Augustin-Hangelar stationierte Bundespolizeifliegergruppe, die am Donnerstag und Freitag mit jeweils zehn Hubschraubern unterwegs war. Aufgabe der Crews ist es in erster Linie, Menschen zu retten, berichtet Bundespolizei-Sprecherin Fiona Roloff. Besetzt ist jeder Helikopter in der Regel mit vier Personen, also zwei Piloten, einem Windenbediener und einem Lufthelfer. Letzterer lässt sich herunter, legt dem zu rettenden Menschen einen Gurt um und wird gemeinsam mit ihm zum Flieger hochgezogen.

44 Menschen sind nach Auskunft der Sprecherin auf diese Weise am Donnerstag von der Bundespolizei aus misslicher oder gefährlicher Lage gerettet worden, für Freitag lagen am späten Nachmittag noch keine Zahlen vor. „Wir können aber noch mehr“, so Roloff, die von den Piloten erfahren hat, dass zahlreiche Menschen ihre Häuser in den Katastrophengebieten trotz der gefährlichen Situation noch nicht aufgeben wollten.

Normalerweise seien die Hubschrauber in diesen Tagen rund ein bis zwei Stunden im Einsatzgebiet tätig, um die Menschen an sichere Orte zu bringen, erklärt die Sprecherin. Dann geht es zum Tanken nach Hangelar und wieder zurück zum Helfen. Aber es würden auch Unterstützungsflüge durchgeführt, fügt sie hinzu. So sei ein Hubschrauber in den Raum Stuttgart geflogen, um möglichst schnell eine Hochleistungspumpe für den Einsatz an der Steinbachtalsperre zu holen. Und was sagen die geretteten Bürger? „Sie sind zumeist wahnsinnig angespannt, aber sehr dankbar“, erzählt die Bundespolizei-Sprecherin.