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Einkaufszentrum in Sankt Augustin: Alle Gastronomien im Huma-Center vermietet

Einkaufszentrum in Sankt Augustin : Alle Gastronomien im Huma-Center vermietet

Die Zahl der Kunden im Huma-Center in Sankt Augustin steigt weiter. Auch wenn die als Ziel gesetzte Vermietungsquote von 90 Prozent nicht erreicht wurde.

Ein neuer Mieter in der letzten noch freien Gastronomie-Fläche und eine stetig wachsende Kundenfrequenz: Diese beiden Punkte gehörten zu den wichtigsten Informationen, die der Geschäftsführer der Hurler Gruppe, Lars Johannsen, am Donnerstagabend im Zentrumsausschuss in Bezug auf die Huma-Shoppingwelt in Sankt Augustin mitteilte.

„Es war und ist eine großartige Zusammenarbeit mit der Stadt, die mit dem Durchschneiden des Bandes nicht geendet hat“, sagte Johannsen. Das Center sei am 29. September 2017 punktgenau eröffnet worden. „Das Projekt geht weiter und das Center ist erst dann fertig, wenn es von den Bürgern angenommen wird und sich zum Dreh- und Angelpunkt der Region entwickelt hat.“

Veränderungsprozesse beim Einkaufen

Dass nicht immer alles einfach sei, gestand er allerdings auch ein. Derzeit gebe es Veränderungsprozesse des Einkaufens, verwies er auf den stetig steigenden Internethandel. „Sie hinterlassen eine gewisse Besorgnis auch bei den Mietern und erfordern eine generelle Umorientierung“, umschrieb es der Geschäftsführer.

Dennoch habe das Center eine wirklich positive Entwicklung genommen. Johannsen kündigte an, dass voraussichtlich zum 24. Februar in der letzten noch freien Gastronomie-Fläche ein Mieter seinen Betrieb starten werde. Pizzicato heißt das italienische Restaurant. „Vor allem die Innenarchitektur wird ein Highlight“, versprach er.

Steigende Kundenzahl im Januar

Die neuen Kundenzählanlagen an allen Eingängen und den Parkhäusern belegten zudem eine stetige Zunahme des Kundenverkehrs. Während das Center vor Weihnachten fast 35.000 Besucher am Tag zählte, sei es eher eine positive Überraschung, dass entgegen der Ankündigung auch im Januar die Zahlen weiter angestiegen seien. Angesichts der Herkunft der Kunden könne man sehen, dass das Center über die Grenzen des Rhein-Sieg-Kreises hinaus strahle, sagte Johannsen.

Dennoch habe das Center noch einen Weg vor sich. „Der wird Zeit in Anspruch nehmen, aber wir sind guten Mutes.“ Auch wenn von den Frontmetern her der Eindruck entstehe, dass sehr viel Leerstand in dem Komplex herrsche, zeigte sich Johannsen zufrieden. „Wir hatten uns das Ziel gesetzt, nach einem Jahr 90 Prozent der Flächen vermietet zu haben.“

Dieses Ziel sei nicht ganz erreicht worden. Dennoch seien auch jetzt schon deutlich über 80 Prozent der Flächen vermietet, auch wenn es sich dabei um weit über 30 Einzelgeschäfte handele. Was leer stehe, seien kleine und kleinste Läden. „Diese werden in der Regel Eigentümergeführt und da ist das Risiko, mit dem Privatvermögen zu haften, besonders hoch“, erklärt er die Zurückhaltung.

Keine Billiganbieter oder Spielhallen

Entscheidend für die Belegung bleibe die hohe Qualität der Läden im Huma. „Mit Billiganbietern oder Spielhallen hätte man die Flächen schon längst vermieten können“, sagte Johannsen. Das sei jedoch nicht gewollt. „Wir kämpfen um jeden einzelnen Mieter, die Gespräche ziehen sich oft über die Jahresfrist hinaus.“ Er bestätigte, dass das Center auch zu Kompromissen zum Beispiel bei der Höhe der Mieten bereit sei.

Auf Fragen aus dem Ausschuss zu einer Eventagentur für den Karl-Gatzweiler-Platz oder aber gemeinsame Lösungen der Müllbeseitigung zeigte sich der Geschäftsführer ebenfalls sehr kooperativ. „Es gibt eine Vereinbarung mit der Verwaltung, den Bauhof zu entlasten. Unser Reinigungspersonal wird auch die Tonnen Richtung Bahn leeren.“

Dauerthema Reinigung

Zu diesem Dauerthema ergänzte der erste Beigeordnete Rainer Gleß, dass es auch Dinge gebe, bei denen die Stadt die vorrangige Zuständigkeit habe. Er berichtete von einem Angebot der Stadtwerke Bonn (SWB), nach dem rund um die Uhr und auch am Wochenende die Stadtbahn-Haltestelle im Zentrum gereinigt werden solle.

Zudem sei ein Mitarbeiter des Bauhofes nur für das Zentrum abgestellt, der dort für Sauberkeit auf dem Marktplatz bis hin zur Südstraße sorge. Auch die Belebung des Marktplatzes sei ein Stück weit Aufgabe der Stadt, sagte Gleß. Mit der anstehenden Umgestaltung werde die bauliche Voraussetzung dazu geschaffen. „Seien sie nicht so ungeduldig“, appellierte er an die Politiker. Er wolle dahin kommen, dass man in der Region sage: „Wir fahren heute mal nach Sankt Augustin, das ist immer was los.“