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Verbindung A 560 zur A 59: CDU und Grüne wollen Öffnung der Standspur

Verbindung A 560 zur A 59 : CDU und Grüne wollen Öffnung der Standspur

Noch bis kommende Woche - und damit etwas länger als geplant - dauern die Bauarbeiten im Autobahndreieck Sankt Augustin. Dort wird auf der A 560 auf dem Verbindungsstück zur A 59 in Fahrtrichtung Köln der ehemalige Standstreifen saniert, der inzwischen regulär als Fahrspur genutzt wird.

Zu den ursprünglich angekündigten Vollsperrungen an Wochenenden kommt es dieses Jahr nicht mehr. Das teilte Laurenz Braunisch, Sprecher des Landesbetriebs Straßenbau, gestern auf Anfrage mit.

Die Vollsperrungen bleiben Autofahrern jedoch nicht erspart. Sie werden lediglich ins Frühjahr verschoben - "auf sechs bis acht Wochenenden", wie Braunisch weiter mitteilte. Die Verschiebung der Arbeit sei witterungsbedingt. Man wolle damit aber auch dem erhöhten Verkehrsaufkommen in der Weihnachtszeit - etwa durch die Weihnachtsmärkte - Rechnung tragen, so Braunisch.

Die Öffnung des Standstreifens streben die Kreistagsfraktionen von CDU und Grünen nun auch für die Gegenfahrtrichtung an. Die Koalitionspartner erhoffen sich dadurch Verkehrsentlastung. Der Vorschlag bezieht sich auf den Abschnitt zwischen dem Dreieck Sankt Augustin-West und der Ausfahrt Siegburg. "Auch an anderen Stellen in der Region und darüber hinaus hat man mit diesem Modell gute Erfahrungen gemacht", so der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Oliver Krauß. "Solange die Finanzlage ist, wie sie ist, müssen wir mit solch punktuellen Verbesserungen den Verkehrsfluss beschleunigen."

Sein Kollege von den Grünen, Martin Metz, forderte, dass unabhängig von der provisorischen Freigabe des Standstreifens mittelfristig auch der Lärmschutz für das nördliche Menden verbessert werden müsse.

Doch ganz so einfach lässt sich die Spur wohl nicht freigeben. "Das ist wohl eine etwas kompliziertere Aktion", sagte Laurenz Braunisch dem GA - auch mit Blick auf den Lärmschutz. Denn der Autobahnabschnitt führt an bewohntem Gebiet in Menden vorbei, teilweise ohne Lärmschutzmauer. Der Verkehr rücke näher an die Häuser, wenn die Standspur geöffnet wird, so Braunisch. Hinzu kämen noch weitere Fragen, die geklärt werden müssten: "Ein Knackpunkt ist auch die Bahnunterführung in diesem Bereich. Da müsste geprüft werden, ob die Statik das hergibt."