1. Region
  2. Sieg & Rhein
  3. Sankt Augustin

Narzissenweg in Mülldorf: Ein Ende der Sperrung ist nicht in Sicht

Narzissenweg in Mülldorf : Ein Ende der Sperrung ist nicht in Sicht

Die Unterführung unter der S-Bahnlinie 66 zwischen Narzissenweg und Dietrich-Bonhoeffer-Straße in Mülldorf bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Sie ist nicht mehr verkehrssicher. Die Stadt plant eine Machbarkeitsstudie, um eine Lösung zu finden.

Zäune versperren die Eingänge. Und das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben. Die Unterführung unter der S-Bahnlinie 66 zwischen Narzissenweg und Dietrich-Bonhoeffer-Straße in Mülldorf bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Wie die Stadt Sankt Augustin auf Anfrage mitteilte, ist „eine gesicherte Öffnung bis zur möglichen grundhaften Sanierung“ leider nicht möglich. Auch wenn sich anscheinend bereits Menschen über die Sperrung hinweggesetzt haben: Auf einer Seite des Zauns am Narzissenweg klafft derzeit ein großes Loch.

Gefahr für Fußgänger

Wie berichtet, hat die Stadt die Unterführung bereits im April aus Verkehrssicherheitsgründen dicht gemacht. „Bei Überprüfungsarbeiten ist hier eine Gefahr für die zu Fuß Gehenden erkannt worden“, so Claudia Oberdörfer aus der Pressestelle. Die Schäden wurden bei Probebohrungen entdeckt, die vor der sowieso geplanten Brückensanierung vorgenommen wurden. Aufgrund des schlechten Zustands des Bauwerks könnten jederzeit weitere, teilweise auch größere Betonteile an unterschiedlichen Stellen abfallen. „Eine Gefährdung der Fußgänger kann daher nur durch eine Vollsperrung ausgeschlossen werden.“

Ziel ist der Erhalt des Durchgangs

Wie lange die Unterführung gesperrt bleibt, ist laut Stadt noch offen. In einer Machbarkeitsstudie würden zunächst die drei Varianten Ersatzneubau, grundhafte Sanierung und Verzicht auf den Durchgang betrachtet, so Oberdörfer. Wobei der Erhalt des Durchgangs das vorrangige Ziel sei. Aufgrund der beengten Verhältnisse und der entsprechenden Auflagen durch die Bahnstrecke seien eine Vielzahl von Randbedingungen zu berücksichtigen. Wie teuer eine Sanierung wird, dazu kann die Stadt noch keine Angaben machen. Die bisherigen Ergebnisse hätten jedoch gezeigt, dass eine standardmäßige Instandsetzung nicht vertretbar sei, teilte Oberdörfer mit. Wenn Lösungsmöglichkeiten vorlägen, würden diese der Politik vorgestellt, antwortete die Stadt zudem jüngst im Planungsausschuss auf eine Anfrage der Christdemokraten zum Thema.

Auch die Sozialdemokraten hatten dazu bereits Fragen an die Verwaltung formuliert. Sie drängen auf eine Übergangslösung für die Anwohner, da die Unterführung ein wichtiger Verbindungsweg zu den Geschäften, Ärzten und Versorgungseinrichtungen an der B 56 sei. Derzeit müssen Fußgänger und Radfahrer auf die beschrankten Bahnübergänge in der Straße Am Lindenhof, der Mendener Straße oder der Südstraße ausweichen. Diese seien je rund 200 bis 300 Meter entfernt, so die Pressestelle.

Zur Schließung haben die Stadt in den vergangenen Monaten auch bereits vereinzelte Anfragen von Bürgern erreicht. Dabei ging es laut Pressestelle unter anderem um den Zeitablauf. Es sei aber auch eine Schließung der Verbindung befürwortet worden. Claudia Oberdörfer: „Diese Aspekte fließen mit in die Beratung im zuständigen Ausschuss ein.“