Indonesier legt "Ewiges Gelübde" ab Ein Leben lang ein Steyler Bruder

SANKT AUGUSTIN · Für Serafianus Jebada war es ein wichtiger und sichtlich ein bewegender Schritt. Am frühen Sonntagmorgen legte er im Beisein von Mitbrüdern, Freunden und Familie sein "Ewiges Gelübde" ab.

 "Ewiges Gelübde": Bruder Serafianus Jebada (liegend) bindet sich lebenslang an den Steyler Missionsorden.

"Ewiges Gelübde": Bruder Serafianus Jebada (liegend) bindet sich lebenslang an den Steyler Missionsorden.

Foto: Holger Arndt

Damit entschied er sich ganz bewusst für ein Leben in Gehorsam, Ehelosigkeit und Armut. Die lebenslange Bindung an den Steyler-Orden gehört dazu.

Die Entscheidung hat der 27-Jährige nicht unbedacht getroffen. Seit zehn Jahren ist er bei den Steylern und fühlt sich dort angekommen. "Zwei Jahre dauerte mein Noviziat, die Grundausbildung im Ordensleben. Danach habe ich mein erstes Gelübde abgelegt und dieses Gelübde jedes Jahr erneuert. Diese Zeit ist nun zu Ende", freute sich der Ordensbruder.

Das Gelübde in Deutschland abzulegen, ist eine Möglichkeit, die die Steyler ihren angehenden Missionaren aus Indonesien seit langem bieten, erklärte Pater Martin Üffing, Rektor des Missionspriesterseminars in Sankt Augustin. "Wir haben viele Mitbrüder in Indonesien, dort bieten wir auch die volle Ausbildung an.

Da es für uns aber wichtig ist, Internationalität zu erleben und weiterzugeben, laden wir nach Deutschland und auch in andere Länder ein, in denen unser Orden präsent ist." Indonesien spiele bei den Steylern dabei eine besondere Rolle: "Die Gemeinschaft vor Ort bildet die größte Gruppe bei den Steylern, dort sind vier Provinzen." Ein bis zwei junge Männer aus aller Welt entscheiden sich jährlich, in die Gemeinschaft in Sankt Augustin zu kommen.

"Für uns als Ordensgemeinschaft ist es immer wieder ein Geschenk, wenn ein junger Mann sich uns anschließt und nach den Jahren der Ausbildung bereit ist, sich endgültig für diese Lebensweise zu entscheiden", so Üffing. "Ewig" scheine manchmal sehr lang zu sein. Aber diese endgültige Entscheidung bedeute, dass man weiter auf dem Weg mit Gott und zusammen mit verschiedenen Menschen in Bewegung bleibe. "Um immer besser zu verstehen, wie wir Gottes Wort mit den Menschen umsetzen und leben können", so der Rektor.

Und so war es weniger Aufregung als vielmehr Vorfreude, die der junge Steyler Missionar Serafianus Jebada beim Ewigen Gelübde empfand: "Die ewige Bindung an diese Gemeinschaft wird mich sicherlich dazu führen, die enge Verbundenheit mit Menschen und Gott zu gestalten."

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort