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Container voller Spiele : Erste Spiel-Box in Sankt Augustin installiert

Container voller Spiele : Erste Spiel-Box in Sankt Augustin installiert

Tische, Bänke, Bälle und Slacklines: Die Spiel-Boxen sind prall gefüllt mit Utensilien für Kinder und Jugendliche und auch an anderen Standorten geplant. Im Herbst werden alle Spielplätze in Sankt Augustin begutachtet.

Sie steht eher unscheinbar in einer Ecke, die erste Spiele-Box auf dem Spielplatz an der Johannesstraße. Gefüllt ist der Alu-Container mit Tischen, Bänken, Bällen, Ringen, Slacklines und anderen Utensilien. Während Denis Waldästl als Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses in Vertretung des Beigeordneten Ali Dogan am Freitag offizielle Eröffnungsworte sprach, schaukelten zahlreich Jungs auf den Reifen oder fuhren mit diversen Fahrzeugen über den von alten Bäumen beschattet Platz an der Johannesstraße.

„Dieser Spielplatz ist genau der richtige Ort, um das Modell der Spiele-Boxen zu starten“, sagte Waldästl. Er forderte schon jetzt, mindestens in jedem Stadtteil eine oder zwei dieser Boxen zu installieren. Mitgebracht hatte diese Idee der Jugendamtsleiter Marc Serafin, der diese Container aus seiner vorherigen Kommune Niederkassel kennt. An der Johannesstraße ist das Angebot durch den Hotti-Standort schon jetzt sehr gut. Aber wenn vom Kinder- und Jugendtreff niemand vor Ort ist, dann ist die Box eine tolle Ergänzung. Den Schlüssel haben neben der Leiterin der Kinder- und Jugendeinrichtung Hotti an der Johannesstraße Jana Spravil auch die Spielplatzpaten Nico Schmied und Wilfried Quadt.

Bei der Erstellung des Spielplatzkonzeptes habe man auch mit dem Kinder- und Jugendparlament gesprochen. „Die haben uns ganz klar gesagt, dass es nicht immer das große Klettergerüst sein muss, sondern manchmal ausreichend Platz und ein paar Bälle völlig genügen“, sagt Niko Germscheid vom Fachdienst Jugendförderung. Wie wichtig die Freiräume für Jugendliche gerade in so dicht besiedelten Gebieten wie in der Johannesstraße seien, das betonte auch Klaus Engels vom Fachbereich Jugendförderung.

Die Spielplatzentwicklungsplanung sei am 16. Juni vom Jugendhilfeausschuss beschlossen worden. „Ab Herbst werden wir uns jetzt auf allen Spielplätzen umsehen, um zu schauen, was es dort gibt oder auch nicht und wie wichtig die Plätze für die Sozialräume und den gesamten Stadtteil sind“, erläuterte Engels den Hintergrund des Gesamtkonzepts. Spielplatzpaten, Ortsvorsteher, Kinder- und Jugendparlament sowie die Nutzer der Spielplätze würden selbstverständlich in die Begutachtung mit einbezogen, so Engels weiter. Neben den Geräten sei auch das Gelände an sich sowie die Bepflanzung wichtig. „Kinder- und Erwachsene sollen sich auf den Plätzen wohlfühlen“, sagte Engels. Damit die Nutzung der städtischen Spielplätze und auch die Nutzung der Boxen reibungslos funktioniert, freut sich die Stadt sehr über weitere Spielplatzpaten, die Ansprechpartner für die Kinder sind, deren Wünsche an die Verwaltung weitergeben oder bei Problemen vermitteln und Schäden an den Geräten melden. Sie sollen auch gemeinsam mit den Kindern auf die Sauberkeit der Spielplätze achten.

Pate oder Patin können Einzelpersonen, Gruppen oder Einrichtungen werden, die in der Nähe des Spielplatzes wohnen oder arbeiten. Ansprechpartner ist Klaus Engels: ☏ 0 22 41/24 33 32.